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Totenbrett für verstorbenen Pfarrer

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Martin Eisenberger von der Kolpingfamilie brachte das Totenbrett zur Erinnerung an Pfarrer Josef Mühlbacher an der alten Linde in St. Valentin an. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding. An der uralten Linde bei der Kirche St. Valentin ist jetzt ein neues Totenbrett zur Erinnerung an Geistlichen Rat Josef Mühlbacher angebracht worden. Der langjährige Pfarrer von Ruhpolding ist am 4. August 2010 verstorben.


Die Initiative für das Totenbrett ging von der Kolpingfamilie St. Georg aus, weil der Geistliche während seiner Amtszeit deren Präses war. Entstanden ist das Totenbrett dann in einer gemeinsamen Aktion. Bernhard Kohlhauf vom Kirchenchor stellte das Holz zur Verfügung, das Martin Eisenberger von der Kolpingfamilie bearbeitete und anbrachte. Das Bemalen übernahm schließlich Pfarrgemeinderat Helmut Müller jun.

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Totenbretter gibt es schon seit dem frühen Mittelalter, ihren Ursprung haben sie vermutlich in Bayern. Neben den »echten« Totenbrettern hat sich vor allem im Chiemgau und Rupertiwinkel der Brauch entwickelt, Gedenkbretter zur Erinnerung an Verstorbene aufzustellen.

Kürzlich konnte Ruhpoldings Ortspfarrer Otto Stangl das Totenbrett segnen. Nun ist die Erinnerung an Pfarrer Mühlbacher neben den Totenbrettern seiner Amtsvorgänger Joseph Eder und Monsignore Roman Friesinger an jenem Lindenbaum präsent, den er eigentlich vor Jahren fällen lassen wollte, damals allerdings auf vehementen Widerstand stieß. Die Linde ist nun – so will es wohl das Schicksal – die »Stütze seiner Erinnerung«. hab