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Tote im Straßengraben: Polizei veröffentlicht Foto

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Der genaue Fundort der Leiche ist auf diesem Bild der Polizei markiert.
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Die Polizei veröffentlicht jetzt das Foto der 41-jährigen Salzburgerin, deren Leiche am 26. März in einem Straßengraben bei Teisendorf gefunden worden ist.

Teisendorf – Die Todesumstände liegen nach wie vor im Dunkeln, darum veröffentlicht die Polizei jetzt ein Foto der 41-jährigen Salzburgerin, deren Leiche am 26. März in einem Straßengraben bei Teisendorf gefunden worden ist. Die Beamten hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung. Die Ermittler treibt unter anderem die Frage nach den Verbindungen der Frau in den bayerischen Grenzraum um.


Die polizeilichen Nachforschungen im Lebensumfeld der Salzburgerin ergaben bislang, dass schon seit vergangenen Sommer jede Spur von der Frau fehlte. »Seit Mitte Juli hat sie niemand mehr gesehen«, informiert ein Polizeisprecher zum aktuellen Ermittlungsstand. Warum die 41-Jährige dann erst im Oktober vermisst gemeldet wurde, erklärt der Beamte im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt so: »Die Frau lebte wohl sehr zurückgezogen, hatte so gut wie keine sozialen Kontakte.«

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Nach wie vor keine Hinweise auf eine Straftat

Dass die tote Salzburgerin mehrere Monate unweit der Abzweigung der Bundesstraße 304 in die Kreisstraße nach Waging gelegen hat, war schon vergangene Woche klar. Denkbar ist inzwischen auch, dass die Leiche bereits seit Juli 2014 unbemerkt neben der Fahrbahn lag Völlig unklar ist nach wie vor, wie die Frau ums Leben gekommen ist. Eine Antwort darauf konnte auch die Obduktion nicht liefern. Rechtsmediziner führen zwar weitere, vor allem chemische Untersuchungen an der Leiche durch, mit den Ergebnissen ist aber erst in einigen Wochen zu rechnen. Hinweise auf eine Straftat liegen allerdings nach wie vor nicht vor.

Eine Ermittlungsgruppe der Kripo Traunstein versucht in enger Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Salzburg den Fall zu klären. In der Hoffnung, wichtige Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten, veröffentlichen die Beamten jetzt nicht nur ein Foto der Toten, sondern auch eine Beschreibung der Frau. Demnach war sie zwischen 1,60 und 1,65 Meter groß und schlank. Sie trug rote, lange Haare. Bekleidet war die Salzburgerin zuletzt mit roten Lederschuhen, schwarzen Stulpen und Kniestrümpfen mit Norwegermuster sowie einer schwarzen Leggins und einem mintfarbenen Schal. Als Schmuckstück trug sie unter anderem eine blaue Schnur mit einem Schnuller um den Hals. Darüber hinaus führte sie eine mintfarbene, kleine Handtasche mit sich, eine so genannte »Clutch«.

Die Polizei sucht Antworten auf folgende Fragen:

Wer sah die Verstorbene oder hatte Kontakt zu ihr?

– Wer hat die Verstorbene zwischen Mitte Juli und Oktober 2014 im Bereich von Teisendorf, Freilassing, Bad Reichenhall, Traunstein oder Salzburg gesehen oder mit ihr Kontakt gehabt?

– Wer kann Hinweise auf Kontaktpersonen der Frau geben?

– Wer kann sonstige Angaben zum Verschwinden oder dem Tod der Frau machen?

Zeugen sollen sich mit der Kripo Traunstein in Verbindung setzen; die Ermittlungsgruppe ist unter Telefon 0861/9873-444 zu erreichen.

Wie mehrfach berichtet, hatte ein Jäger die Leiche am 26. März gegen 15.30 Uhr im Straßengraben gefunden, nur rund 100 Meter entfernt von der Abzweigung der Bundesstraße 304 in die Kreisstraße in Richtung Waging. Die Tote lag in den Sträuchern, zwischen leeren Bierflaschen und Pappbechern. Obwohl beide Straßen viel befahren sind, war die Leiche unbemerkt geblieben. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung hatte die Identität der Toten am Tag nach ihrem Auffinden klären können. san