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Tonnenweise Kunstschnee für den Weltcup

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Sieben Lastwagen transportierten in den vergangenen beiden Tagen 1500 Kubikmeter Kunstschnee vom Ortsteil Blindau nach München. (Foto: Ostermaier)

Reit im Winkl. Hektisches Treiben im Reit im Winkler Ortsteil Blindau: Schon um sechs Uhr morgens sind ein Bagger und ein Raupenfahrzeug im Einsatz, sieben schwere Transportlastwagen warten ungeduldig darauf, beladen zu werden. Beladen mit Kunstschnee, den zwei Schneekanonen seit Wochen dort im Schneedepot erzeugen.


»Wir erhielten kurzfristig einen Anruf vom DSV, ob wir Schnee zur Verfügung hätten« erzählt Michael Englert, der geschäftsleitende Beamte im Rathaus. »Dringend würde Schnee für den am Neujahrstag am Münchner Olympiaberg geplanten Skiweltcup benötigt.« Schnell einigte man sich am Donnerstag darauf, 1500 Kubikmeter Schnee an den Veranstalter zu verkaufen, schon am Abend brachten Lastwagen erste Lieferungen ins derzeit schneelose München. Nur ein kleiner Rest verbleibt am Depot, um Ausbesserungen am weitläufigen Loipennetz in und um Reit im Winkl durchführen zu können. Der eigentliche Transport begann gestern in aller Frühe, wobei Lastwägen aus Thonstetten, aus Ebersberg und Wasserburg und aus München im Einsatz waren. Dass diese Aufgabe nicht so leicht war, zeigte sich darin, dass die tonnenschweren Laster, die mit 60 Kubikmeter Schnee beladen wurden, immer wieder von fremden Maschinen gezogen werden mussten, weil sie dies auf glattem Untergrund aus eigener Kraft kaum schafften. Auch die Füllmenge richtig zu berechnen, war nicht einfach und führte mitunter dazu, dass Schnee wieder abgeladen werden musste. Denn kein Laster durfte zu viel Gewicht mit sich führen. Im Hinblick auf den Preis wurde Folgendes ausgehandelt: »Wir haben uns auf sechs Euro je Kubikmeter Schnee geeinigt«, erklärt Bürgermeister Josef Heigenhauser, wobei das DSV-Organisationskomitee noch versichert habe, im Rahmen der Veranstaltung für den Ferienort zu werben.

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Ob der Weltcup allerdings stattfinden kann, ist weiterhin unklar, eine Kommission der FIS wird dies erst im Laufe des Dienstags feststellen. Sollten am Neujahrstag die Rennen der Damen- und der Herrenkonkurrenz stattfinden, wird ein Skistar wohl auf diesem Untergrund ganz besonders gute Voraussetzungen haben: Felix Neureuther. Stammt doch ein Teil des Kunstschnees aus dem Ort, an dem seine Mutter Rosi Mittermaier aufwuchs. ost

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