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Tomaten: Bisher war's zu kalt und zu nass

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Noch dauert es einige Zeit, bis die Tomaten so schön rot sind. Unsere Gartentipps sind auch auf unserer Homepage unter www.traunsteiner-tagblatt.de/gartenleben abrufbar.
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Für die Tomaten war es in den vergangenen Wochen viel zu kalt und auch zu nass. »Sie haben schwer gelitten«, sagt Georg Unterhauser, Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Traunstein. »Doch jetzt schieben sie an«, fügt er hinzu. Dennoch müsse man in diesem Jahr damit rechnen, dass es bei der Ernte Ausfälle gibt, weiß Unterhauser.


Damit die Ernte dennoch einigermaßen zufriedenstellend ausfällt, kann man noch auf einiges achten. Ganz wichtig ist der Standort. Zwar gehört die Tomate zu den Nachtschattengewächsen, dennoch mag es sie es schön sonnig und warm. Der Boden sollte möglichst nährstoffreich sein – eine Mischung aus Kalk, Dünger und Kompost ist optimal. Der größte Feind der Tomate ist die sogenannte Braunfäule, die durch einen Pilz verursacht wird. Dieser wird über die Luft übertragen, die Sporen können auf feuchten Blättern schnell eine Infektion auslösen. Ist die Tomatenpflanze erst einmal infiziert, lässt sich die Erkrankung kaum noch stoppen. Daher ist es wichtig, die Pflanze möglichst trocken zu halten. Damit die Blätter beim Gießen nicht mit Wasser in Berührung kommen, sollten Tomaten in Bodennähe gewässert werden.

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Man kann den Boden auch mit Stroh bedecken, damit Pilze und Schimmel keine Chancen haben. Eine Möglichkeit ist auch, die Tomaten bei Regen mit einer luftdurchlässigen Folienhaube abzudecken. Die bessere Alternative sei es aber, so Unterhauser, ein offenes Dach über den Tomatenstauden zu errichten. Bei diesem sollte die Rückseite geschlossen und die Vorderseite offen und nach Süden ausgerichtet sein. Wer seine Tomaten übrigens im Gewächshaus aufzieht, der sollte dies täglich lüften. Denn bildet sich im Gewächshaus Schwitzwasser, dann wird der Befall von Pilzkrankheiten ebenfalls begünstigt. SB

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