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Toiletten im Rathaus werden saniert

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Dringend saniert werden müssen die öffentlichen Toiletten im Inzeller Rathaus. Die Maßnahme soll bis zum Beginn der Urlaubssaison abgeschlossen sein. (Foto: Mergenthal)

Inzell. Die dringend erforderliche Sanierung der öffentlichen Toiletten im Inzeller Rathaus soll bis zum Beginn der Urlaubssaison über die Bühne gehen. Daher vergab der Gemeinderat nun die Aufträge. Im Haushalt 2013 sind für die Maßnahme 100 000 Euro vorgesehen. Um die Kosten im Rahmen zu halten, soll ein Teil der Arbeiten durch den gemeindlichen Bauhof erledigt werden.


Bürgermeister Martin Hobmaier rechnet damit, dass die 100 000 Euro »deutlich überschritten« werden. Er schätzte die Gesamtkosten auf etwa 140 000 Euro. »Aber wir müssen es machen. Unser Haus ist ein öffentliches Haus«, betonte er. Der Kritik von Markus Maier (CSU), dem das Vorhaben zu teuer ist und der als einziger gegen die Vergaben stimmte, hielt der Bürgermeister entgegen: »Wir haben Fachleute beteiligt, unsere Leute beteiligt. Wir haben keine andere Lösung gefunden.«

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Den Löwenanteil der Kosten machen die Sanitär- und Lüftungsarbeiten aus. Beim Gewerk Sanitär wurden von zehn an der beschränkten Ausschreibung beteiligten Firmen drei Angebote abgegeben. Bei der Lüftung reichten zwei der sechs beteiligten Firmen ein Angebot ein. Die Arbeiten wurden an die günstigsten Bieter vergeben.

Den Auftrag für die Sanitärarbeiten vergab der Gemeinderat an die Schlechinger Firma Birnbacher (72 416 Euro). Bei der Lüftung bekam die Firma Pala GmbH aus Grafing den Zuschlag. Ihr Angebot – ohne Wartungskosten – liegt bei 24 609 Euro. Gegenüber der Kostenschätzung ergibt sich in der Summe beider Gewerke laut Verwaltung eine Minderung von etwa 2700 Euro.

Freilich kommen dafür noch weitere Gewerke dazu, die im Haushaltsansatz noch nicht berücksichtigt waren: Baumeister-, Elektro-, Trockenbau- und Fliesenarbeiten. Die Baumeisterarbeiten wurden zur Angebotssumme von 14 535 Euro an die Firma Rottenmoser+Karau aus Inzell vergeben. Eine Reduzierung um etwa 4000 Euro wäre hier möglich, wenn sämtliche Abbrucharbeiten durch den Gemeindebauhof, der auch die Malerarbeiten übernimmt, erledigt würden.

Bei den Fliesenarbeiten erhielt die Firma Hebgen aus Inzell mit einem Angebotspreis von 11 087 Euro den Zuschlag, bei den Elektroarbeiten die Inzeller Firma Gaisreiter (2527 Euro). Die Trockenbauarbeiten sollen in der nächsten Sitzung vergeben werden.

Den Abstimmungen ging eine kurze Diskussion voraus. Annelie Gromoll (Offene Bürgerliste/FW) schlug aufgrund einer Bürgeranregung vor, im Bereich der Schaukästen eine von außen zugängliche, ebenerdige Behindertentoilette zu schaffen, die man unabhängig von den Rathaus-Öffnungszeiten nutzen könnte. Diese Idee begrüßte auch Markus Maier.

Wie Bauhofleiter Gottfried Graf (SPD/Bürger für Inzell) einwandte, wäre dies eine separate Baumaßnahme. Hobmaier betonte, dass man mit der Toilettensanierung zu Saisonbeginn fertig werden müsse und es daher zu spät für eine Umplanung sei. Er sprach sich jedoch nicht gegen eine Prüfung dieser Anregung aus. Die bestehende Behindertentoilette im Keller sei im Gegensatz zu den »normalen« Toiletten in einem guten Zustand, erklärte er. Der Aufzug sei – entgegen der Befürchtung Gromolls – für Rollstühle breit genug. vm