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Todesumstände bleiben wohl im Dunkeln

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Im Straßengraben in der Nähe von Teisendorf, nur rund 100 Meter von der Abzweigung der Bundesstraße 304 in die Kreisstraße in Richtung Waging entfernt, hatte ein Jäger am 26. März die Leiche der 41-jährigen Salzburgerin gefunden. Am Tag danach war dort unter anderem die Spurensicherung im Einsatz. (Foto: Archiv/Schwaiger-Pöllner)

Teisendorf – Die Todesumstände werden wohl im Dunkeln bleiben: So wie es aussieht, wird es sich nicht mehr klären lassen, wie die 41-jährige Salzburgerin, deren Leiche am 26. März in einem Straßengraben bei Teisendorf gefunden worden ist, ums Leben gekommen ist. Seit wenigen Tagen liegen jetzt alle Ergebnisse der kriminaltechnischen Untersuchungen vor. Viel schlauer machen sie die ermittelnden Beamten nicht: Nach wie vor ist es denkbar, dass die Salzburgerin entweder das Opfer eines Verbrechens geworden ist, in ein Unfallgeschehen verwickelt war oder Suizid begangen hat.


»Trotz vieler Ergebnisse hat sich nicht eine Spur erhärtet«, erklärt Stefan Sonntag von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Der hohe kriminaltechnische Aufwand, den die Polizei betrieben hat, zahlt sich also letztlich nicht aus. »Obwohl wir wirklich alles untersuchen haben lassen, was möglich ist«, so Sonntag. 20 Gutachten seien angefertigt worden, unter anderem ein Pollengutachten, das über die Untersuchung der Schuhsohlen Aufschluss darüber geben sollte, ob die 41-Jährige selber zum Fundort ihrer Leiche gegangen ist oder ihr lebloser Körper dort abgelegt worden ist. Das Ergebnis ist auch in diesem Fall wenig konkret: Es ist denkbar, dass sie selbst dort hingegangen ist – aber damit eben auch nicht auszuschließen, dass sie es doch nicht getan hat.

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Kriminaltechnischer Aufwand

So viel steht fest: All die kriminaltechnischen Untersuchungen haben nichts ergeben, was auf ein Verbrechen hindeutet. Aber es gibt auch nichts, was das einwandfrei widerlegen würde. »Der Fall ist letztlich noch ungeklärt«, fasst Polizeisprecher Sonntag zusammen.

Ganz aufgegeben haben es die Beamten der Kripo Traunstein und ihre Kollegen vom Landeskriminalamt Salzburg aber noch nicht, den Tod der 41-jährigen Salzburgerin noch aufklären zu können. Zumindest in den nächsten Wochen wird sie der Fall weiter beschäftigen: Die Ermittler werden die neusten Untersuchungsergebnisse noch einmal genau analysieren.

Wie mehrfach berichtet, hatte ein Jäger die Leiche der Frau am 26. März gegen 15.30 Uhr im Straßengraben bei Teisendorf gefunden, nur rund 100 Meter entfernt von der Abzweigung der Bundesstraße 304 in die Kreisstraße in Richtung Waging. Die Tote lag in den Sträuchern, zwischen leeren Bierflaschen und Pappbechern. Obwohl beide Straßen viel befahren sind, war die Leiche mehrere Monate lang unbemerkt geblieben. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung hatte die Identität der Toten am Tag nach ihrem Auffinden aufklären können. san

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