weather-image
25°

Tiefe Zäsur im Traunreuter Seniorenbeirat

3.2
3.2
Bildtext einblenden
Der Seniorenbeirat Traunreut hat sich neu aufgestellt: Die neuen Mitglieder sind (sitzend von links) Richard Schuster, Konrad Klein und Gerhard Staufer; (stehend von links) die bisherigen Vorsitzenden Klaus Gressenich und Dr. Michael Elsen. (Foto: Mix)

Traunreut – Der Seniorenbeirat Traunreut erfährt derzeit »die tiefste Zäsur seit 15 Jahren«, wie es die Seniorenreferentin der Stadt Traunreut, Gabriele Liebetruth, ausdrückte. Klaus Gressenich, der von Anfang an den Beirat souverän leitete, legte sein Amt ab. Neuer Vorsitzender ist Konrad Klein, Stellvertreter ist Richard Schuster.


Neben Klaus Gressenich verließen auch Dr. Michael Elsen, bisheriger zweiter Vorsitzender, Alois Edtmayer und Franz Schützinger den Seniorenbeirat. Als neue Mitglieder kamen Konrad Klein, Richard Schuster, Gerhard Staufer und Christine Schmandra hinzu. Seniorenreferentin Gabriele Liebetruth würdigte die Leistungen der ausscheidenden Mitglieder. Zu Klaus Gressenich sagte sie: »Sie haben den Seniorenbeirat mit Leben erfüllt und mussten auch manche frustrierenden Hemmnisse ertragen. Ihre Arbeit hat die Stadt für die älteren Mitbürger in unzähligen kleinen Schritten stets ein bisschen lebenswerter gemacht. Anerkennung in der Öffentlichkeit gab es dafür wenig.«

Anzeige

Dr. Michael Elsen, Alois Edtmayer und Franz Schützinger seien ebenfalls jederzeit eifrige Streiter um das Wohl der älteren Mitbürger gewesen, so Liebetruth. Auch Bürgermeister Klaus Ritter bedankte sich im Namen der Stadt und mit einem kleinen Präsent bei den ausscheidenden Beiratsmitgliedern für ihre Arbeit in den vergangenen Jahren.

Die Suche nach einem neuen Vorsitzenden gestaltete sich in der Sitzung am Mittwoch zunächst sehr zögerlich. Reihum wurde jedes Mitglied befragt, ob es nicht die Leitung des Gremiums übernehmen wolle. Schließlich erklärte sich Konrad Klein dazu bereit. Der gelernte Maschinenbauingenieur wohnt seit 1982 in Traunreut, war jedoch beruflich viele Jahre außerhalb der Stadt unterwegs. Seit Eintritt in die Rente ist er nun ständig hier, ist im TuS beim Seniorensport aktiv und besuchte bereits im laufenden Jahr einige Sitzungen des Seniorenbeirats, um sich über dessen Arbeit zu informieren. Neuer Stellvertreter ist Richard Schuster, Schriftführer bleibt Reiner Liebetruth.

Diskussion um zu kurze Ampelgrünphasen

Der neu zusammengestellte Seniorenbeirat diskutierte im Anschluss aktuelle Themen. Unter anderem ging es um die Grünphasen an einigen Ampeln entlang der Werner-von-Siemens-Straße, die nach Ansicht der Senioren zu kurz geschaltet sind. Klaus Ritter verwies darauf, dass diese hochmodernen Ampeln ihre Schaltzeiten dem Verkehr anpassen. Aufgrund des derzeit sehr starken Verkehrs, weil die ST 2104 (Waginger Straße) gesperrt ist, seien die Grünphasen kürzer, um den Rückstau der Fahrzeuge nicht noch zu vergrößern.

Für künftige Bauvorhaben in der Stadt will der Beirat Anregungen zusammenstellen, wie seniorengerechtes Wohnen aussehen sollte und was für die älteren Mitbürger sinnvoll und wichtig ist. Nach wie vor werden noch weitere Lesepaten für die Grundschule Nord gesucht, die dort einmal in der Woche ehrenamtlich mit den Schulkindern lesen üben. Auch seien zusätzliche Helfer für Deutschkurse und Betreuung der immer größer werdenden Zahl an Flüchtlingen erwünscht. Norbert Vollmayer, der jeden Dienstag und Donnerstag am Nachmittag im Mehrgenerationenhaus ist, würde mögliche Helfer einweisen.

Kurt Knebel sprach die Situation an der Kreuzung in Stein und an der Schule in St. Georgen an. In Stein sollte seiner Meinung nach die Bushaltestelle an der Pallinger Straße zum Schutz der Schulkinder von der Bundesstraße weg weiter in Richtung Brunnen beim Gasthaus Martini verlegt werden. Bei Schule und Kindergarten in St. Georgen herrschen nach seinen Erzählungen zu den Abholzeiten »absolut chaotische Zustände«. Das Tempolimit werde nicht eingehalten und müsse dort besser kontrolliert werden, ehe noch etwas passiert. Die nächste Sitzung des Seniorenbeirats ist am 11. Januar. mix