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Tiefbauarbeiten gehen zügig voran

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Bürgermeister Franz Parzinger (rechts) und Franz Hagenauer informierten sich bei einem Ortstermin über den Verlauf der Tiefbauarbeiten im Rahmen des Fernwärmeausbaus. Im Zuge einer Anbindungsleitung für die geothermale Wärme wurden auch in der Schillerstraße, in der die Fernwärmeleitungen gerade verlegt werden, die Kanäle und Wasserleitungen saniert. (Foto: Rasch)

Traunreut. Die Tiefbauarbeiten des Fernwärmeleitungsbaus, verbunden mit der Sanierung der Kanal- und Wasserleitungen in Traunreut, gehen zügig voran. Die Kanalsanierungen sind komplett abgeschlossen und die Trinkwasserleitungen sind verlegt. Lediglich in der Schillerstraße fehlen noch die neuen Hausanschlüsse. Auch der Fernwärmeleitungsbau in der Theodor-Körner- Straße und Kantstraße mit den Einbindungen in die Nebenstraße ist bereits abgeschlossen. »Wir liegen gut im Zeitplan«, versicherte der technische Leiter der Traunreuter Stadtwerke Franz Hagenauer bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Franz Parzinger dem Traunsteiner Tagblatt.


Noch in dieser Woche soll die Kantstraße asphaltiert und freigegeben werden. Hagenauer rechnet damit, dass die Kantstraße am Wochenende wieder befahrbar ist. Ein Lob zollte Hagenauer auch den Arbeitern, die seit Beginn der Maßnahme im Mai den Wetterkapriolen – von winterlichen Temperaturen bis hin zur brütenden Hitze – trotzten und hervorragende Arbeit leisteten.

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Die Hitzewelle machte aber nicht nur den Arbeitern zu schaffen. Auch die Anlieger müssen während der Bauphase großes Verständnis aufbringen. »Dafür gilt schon jetzt mein Dank«, betonte Parzinger und fügte an, dass die Baumaßnahme aber letztendlich für eine gute und günstige Energieversorgung stehe.

Noch im Spätherbst wird die Geothermische Kraftwerksgesellschaft Traunreut (GKT) geo-thermale Wärme an die Stadtwerke liefern. Parallel zu der rund 800 Meter langen Fernwärmeleitung baut die GKT auf dem Geothermie-Bohrplatz ein Fernwärmegebäude, das sich die Kraftwerksgesellschaft und die Stadtwerke teilen. Die GKT installiert in der einen Hälfte die Wärmetauscher und in der anderen Hälfte errichten die Stadtwerke Netzpumpen, Druckhaltung, Heizwassernachspeisung und die Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 390 000 Euro.

Von der Netzpumpenstation wird dann das auf 100 Grad Celsius erwärmte Heizwasser in einer 800 Meter langen Fernwärmeleitung bis zur Theodor-Körner-Straße gepumpt und von dort in der Stadt über das Netz verteilt. In der parallel geführten Rücklaufleitung wird das auf etwa 60 Grad abgekühlte Wasser zur erneuten Erwärmung in die Netzpumpenstation zurückgeleitet. Auf dieser Trasse sind zum Baugebiet Weisbrunn-Waldfeld und zum Gewerbegebiet Hochreit zum späteren Ausbau der Fernwärmeversorgung auch Abzweigungen vorgesehen. Wie Hagenauer weiter mitteilte, werden sich die Arbeiten voraussichtlich bis Ende November hinziehen. ga