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Ticket für eine qualifizierte Arbeitsstelle

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Traunreut. In der Jugendsiedlung Traunreut wurden 40 Teilnehmer der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen, zehn Absolventen der Berufsfachschule für Sozialpflege und 31 Auszubildende nach abgeschlossener überbetrieblicher Berufsausbildung verabschiedet. Ein großer Teil der Absolventen hat bereits einen Arbeitsvertrag in der Tasche.


Den Absolventen wurde in der Aula der Sonderberufsschule der Jugendsiedlung zum Abschied sinnbildlich und tatsächlich der rote Teppich ausgerollt. Bei besonderen Anlässen gingen große Stars über einen roten Teppich, hieß es. »Dieser rote Teppich ist zum einen als Würdigung eures Erfolgs zu verstehen«, betonte Schulleiter Ulrich Genghammer. »Der rote Teppich kann aber auch so verstanden werden, dass euch durch euren Abschluss große Chancen geboten werden. Denn Fachkräfte werden bei uns wieder gesucht.« Beim Blick auf andere Länder in Europa mit Jugendarbeitslosigkeit bis zu 50 Prozent seien die Chancen für die jungen Menschen in Deutschland im Moment sehr gut. »Um eure guten Chancen zu erhalten und auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft weiter bestehen zu können, müsst ihr eure erworbene Qualifikation pflegen, das heißt, ihr dürft nicht nachlassen, euch weiterzubilden«, betonte Genghammer.

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Zehn Sozialpfleger und 40 Teilnehmer der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BVB) wurden verabschiedet. Einige unter ihnen beginnen demnächst eine betriebliche Ausbildung, andere bleiben in der Jugendsiedlung und absolvieren dort eine überbetriebliche Ausbildung in dem Beruf, den sie sich während der Maßnahme ausgesucht haben. Einzelne wechseln in eine schulische Ausbildung oder haben eine Arbeitsstelle. Auch 31 Auszubildende, die in der Jugendsiedlung eine überbetriebliche Berufsausbildung abgeschlossen haben, wurden verabschiedet. Darunter waren Absolventen der Ausbildung zum Koch, Elektrogerätemechaniker, Friseur, Fachlagerist, Kfz-Servicemechaniker, Hochbaufacharbeiter, Werker im Garten- und Landschaftsbau, Werker im Zierpflanzenbau, Maler und Lackierer. Als beste Absolventen der Ausbildung Dienstleistungshelfer Hauswirtschaft aus dem Einzugsbereich des Amtes für Landwirtschaft Rosenheim wurden Tanja Kobler mit einem Notendurchschnitt von 1,35 und Mandy Wloszkewicz (1,39) besonders geehrt. Von den Auszubildenden, die nun fertig sind, ist die Hälfte versorgt, wobei zehn Auszubildende bereits eine Arbeitsstelle haben und die restlichen fünf ihre Ausbildung betrieblich oder in einem zweiten Ausbildungsgang fortsetzen werden.

Astrid Stocker-Reichl, Leiterin des Bereichs Ausbildung und BVB, lobte die fertigen Auszubildenden für ihr Durchhaltevermögen und meinte: »Mit dem Gesellenbrief in der Hand habt ihr das Ticket für eine qualifizierte Arbeitsstelle gelöst, dieses Ticket ist für euch die Eintrittskarte in eine erfolgreiche und selbst bestimmte Zukunft.« An die BVB-Teilnehmer gerichtet sagte sie: »Der Großteil von euch hat sich die Grundlage für eine künftige Berufsausbildung hart erarbeitet und beginnt nun im September mit der Ausbildung.« Sie sollten sich ein Beispiel nehmen an denjenigen, die die Ausbildung schon abgeschlossen haben und zeigten, dass man viel schaffen könne, wenn man motiviert und mit dem nötigen Durchhaltevermögen an die Ausbildung ran geht.

Georg Mehler, Vorsitzender der Jugendsiedlung Traunreut, verglich die Zeit der Ausbildung mit einer Bergtour. Am Fuße des Berges stehend sehe der Gipfel sehr weit weg und fast unerreichbar aus. Es gebe während des Aufstieges immer wieder Momente, an denen man zweifelt, ob man sich nicht zu viel vorgenommen hat. Doch wenn man dann oben stehe, so sei man erfüllt mit Freude und Stolz darüber, dass man es geschafft und nicht aufgegeben hat. Der Vorsitzende gab den Absolventen mit auf den Weg: »Man kann immer etwas erreichen, wenn man nur an sich glaubt und bereit ist, dafür persönlich Einsatz zu bringen.« mix