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Thomas Neuberger feierte Nachprimiz

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Neupriester Thomas Neuberger feierte in der Siegsdorfer Pfarrkirche Nachprimiz.

Siegsdorf. Neupriester Thomas Neuberger feierte Nachprimiz in Siegsdorf. Über 50 Jahre sei es her, dass die Pfarrgemeinde ein solches Ereignis feiern konnte, sagte Pfarrer Thomas von Rechberg zu Beginn des Gottesdienstes. Der gesamte Pfarrverband hatte sich deshalb besonders Mühe gegeben, um dem Primizianten eine schöne Feier zu bereiten.


Eine große Schar Ministranten aus Siegsdorf, Hammer und Eisenärzt holte den Neupriester, seine Konzelebranten – Abt Petrus Höhensteiger OSB, Pfarrer Thomas von Rechberg, Bruder Christian Schmidberger und Pfarrer i. R. Alfred Giglberger – vom Pfarrheim ab und geleiteten sie in die Pfarrkirche. In der schön geschmückten, voll besetzten Kirche hatten sich an den Seiten inzwischen die Fahnenabordnungen der Vereine aus dem Pfarrverband aufgestellt und rundeten das farbenprächtige Bild ab.

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Abt Petrus Höhensteiger OSB vom Kloster Schäftlarn, ein gebürtiger Chiemgauer, ging in seiner Primizpredigt zunächst auf den Berufungsweg von Thomas Neuberger ein. Er habe sich der Einladung Jesu »Kommt und seht« mit ganzem Herzen angenommen und dieser Ruf sei zu seiner persönlichen Berufung und zum Leben als Priester geworden. Abt Petrus zitierte einen Slogan aus einer Tageszeitung: »Leidenschaft macht den Unterschied zwischen Beruf und Berufung, seien Sie anspruchsvoll«. Die Einladung Jesu »Komm und sieh« locke auf eine abenteuerliche Reise, die nur mit Leidenschaft und Vertrauen bestanden werden kann. »Kommt und seht«, dieses Wort habe Thomas Neuberger angesprochen und ergriffen. Er habe sich mit seinem Ja bei der Priesterweihe diesem Anspruch gestellt. Nicht vollkommen sein sei wichtig, sondern auf dem Weg bleiben und Acht geben, dass das Herz brennen bleibt. Abt Petrus beschloss seine Predigt mit der Empfehlung an den Neupriester, ganz für Gott und ganz für die Menschen da zu sein, Freundschaft mit Gott und den Menschen, »das ist deine Aufgabe als Priester und das ist der hohe Maßstab für die Glaubwürdigkeit als Seelsorger«. Vor dem Schlusssegen segnete der Primiziant die Fahnenbänder und heftete sie nach dem allgemeinen Primizsegen jeder Fahnenabordnung an die Fahne. Nach dem gemeinsamen Te Deum zum Schluss der Messe, die der Kirchenchor Siegsdorf und Bläser, mit der Missa brevis von C. Mawby musikalisch begleiteten, zogen alle Gottesdienstteilnehmer hinaus auf den Platz vor dem Kriegerdenkmal. Dort formierten sie sich zum Festzug hinunter zum Alten- und Pflegeheim Siegsdorf und zurück zum Gemeindefestsaal. Nach einem kurzen Dank des Primizianten übergaben Pfarrer von Rechberg und Elisabeth Daubner die Geschenke des Pfarrverbandes. Anschließend sprach der 3. Bürgermeister Martin Maier für die Gemeinde Siegsdorf und übergab die ersten beiden Bände der Chronik als Geschenk, danach übergaben noch weitere Gruppen Geschenke.

Beim geselligen Teil spielte die Musikkapelle Vogling-Siegsdorf zur Unterhaltung, auch gab es Einlagen der Eisenärzter Ministranten, der Frauen der Legio Mariae, der Sternsinger mit Einlagen und der Hammerer Musikanten mit einer Stubnmusik, ehe der Festtag mit einer Dankandacht in der Pfarrkirche, musikalisch umrahmt von der Gruppe Zeitlos, endete. Nach dem Schlusssegen spendete Thomas Neuberger den Einzelprimizsegen.