weather-image
21°

Themen der Seniorenarbeit behandelt

0.0
0.0

Traunstein – Um Themen der Seniorenarbeit ging es beim Treffen der Seniorenbeiräte aus Traunstein, Traunreut und Trostberg im Hofbräustüberl. Interessiert zeigten sich die Traunreuter und Trostberger Seniorenbeiräte am Traunsteiner Rufbussystem, zumal derzeit in Traunreut die Fahrpreise für den Stadtbus diskutiert würden.


Der Vorsitzende des Seniorenbeirats Traunstein, Dr. Frieder Klein, erklärte, im vergangenen Jahr hätten fast 8300 Bürger den Rufbus genutzt. Es gebe 58 Bedarfshaltestellen. Die nach Abzug der Förderung der Regierung von Oberbayern verbleibenden Kosten teilten sich der RVO und die Stadt Traunstein. Im Gegensatz zum großen Stadtbus komme der Rufbus auch in kleinere Straßen, brauche weniger Treibstoff und sei behindertengerecht für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen ausgelegt. Der Bus sei bereits so gut ausgelastet, dass man fast einen zweiten Bus brauche, meinte Klein. Das werde dann aber teuer.

Anzeige

Gefragt wurde, ob es Widerstände seitens der Taxiunternehmen gegeben habe. Klein sagte, man habe diese angesprochen, ob sie sich vorstellen könnten, den Rufbus zu betreiben. Es habe jedoch kein Interesse bestanden. Angeregt wurde von anderen Beiräten ein mögliches Haltestellennetz zwischen den Städten. Der Seniorenbeiratsvorsitzende von Traunreut, Klaus Gressenich, mahnte zur Ruhe. Ein Zusammenschluss wäre ein guter Weg. Wenn die Städte erst einmal einen Rufbus hätten, dann könne man darüber nachdenken.

Zur Sprache kam auch die Zusammensetzung des Seniorenbeirats. Während dieser in Traunstein und Trostberg durch Briefwahl gewählt wurde, wurden in Traunreut mangels Kandidaten Broschüren an alle Haushalte verteilt. Für eine Scheinwahl wollte man kein Geld ausgeben, so Gressenich. In Trostberg habe die Wahlbeteiligung bei 37 Prozent gelegen, so der Vorsitzende Dr. Klaus Holzrichter. Dies sei ein wichtiges Zeichen gegenüber dem Stadtrat und der Stadtverwaltung, dass hinter dem Seniorenbeirat eine ganze Menge Bürger stünden.

Klein kündigte eine Großveranstaltung mit dem Seniorenbeauftragten des Landkreises, Hans Zott, über barrierefreies Wohnen an, auch für die Traunreuter und Trostberger. Gressenich sagte, es gebe bereits viele Informationen und Literatur. Das Problem sei, dass Umbauten viel Geld kosteten und es wenig Zuschüsse gebe. Deshalb sollten Häuser von vorneherein barrierefrei gebaut werden. Dies käme günstiger als eine Nachrüstung. Klein meinte dazu, es gebe aber bereits viele Gebäude. Eine Veranstaltung mit Vorträgen und der Möglichkeit zum Nachfragen informiere besser als Literatur.

Gressenich berichtete über Projekte, die der Seniorenbeirat Traunreut angestoßen hat: Lesepaten für Grundschulen, besonders für Migrantenkinder. Dadurch würden Alt und Jung zusammengebracht. Beim Oma-Opa-Projekt helfen Senioren jungen Familien bei der Kinderbetreuung. Im Seniorengarten werden Demenzkranke von ausgebildeten Helfern betreut. Für Asylbewerber werden Deutschkurse abgehalten. Außerdem sollen Betreuer von Wohngruppen gefunden werden, die sie zu Ämtern begleiten, beim Ausfüllen von Formularen helfen oder mit ihnen zur Arbeitsvermittlung gehen.

Peter Perseis machte auf die Theatergruppe des Traunsteiner Seniorenbeirats aufmerksam, der in Senioreneinrichtungen Theater spiele. Am 23. März führe sie bei der Arbeiterwohlfahrt in Traunreut den »Brandner-Kaspar« auf. Bjr