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Thema Feuerwehrhaus nahm breiten Raum ein

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Traunreut. Das Thema Feuerwehrhaus Traunwalchen nahm breiten Raum ein bei einer Wahlveranstaltung der Freien Wähler (FW) im Gasthaus Springer in Traunwalchen. Paul Obermeier, Mitglied des Bauausschusses, sagte, es sei sicher richtig, dass Traunwalchen ein neues Feuerwehrhaus braucht. Der Standort im Gewerbegebiet sei aber abzulehnen. Dieser »Schnellschuss« als Vorschlag von Bürgermeister Franz Parzinger sei auch von Teilen seiner Fraktion abgelehnt. »Wir brauchen eine langfristige Lösung«, so Obermeier, die auch in 30 Jahren noch richtig ist. Zu berücksichtigen bei der Standortwahl sei die heutige Anforderung an die Feuerwehren. In der Mehrzahl seien es technische Einsätze und weniger die Brandeinsätze, weshalb ein Standort in der Nähe der Bundesstraße sinnvoller sei.


Diese Darstellung fand allgemeinen Zuspruch unter den Besuchern. Bemängelt wurde von einem Diskussionsteilnehmer, dass seit der Erstellung des Fachgutachtens 2009 nichts mehr unternommen wurde und kurz vor der Wahl sollte jetzt der alte Stadtrat noch eine Entscheidung treffen. Diese Vorgehensweise finde man nicht in Ordnung, betonte Bürgermeisterkandidat Klaus Ritter.

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Alois Edtmaier berichtete, dass die Vereine bereits im April letzten Jahres wegen möglicher Nutzungen angesprochen wurden, aber seither sei dann nichts mehr passiert.

Auch das Thema Bahn wurde in der Diskussion ausführlich behandelt. Ab Herbst werden laut Ritter zusätzlich 16 Fahrten von Traunstein nach Trostberg probeweise täglich den Verkehr auf der Bundesstraße 304 beeinträchtigen. Man versuche schlichtweg mit Zwang, die Menschen in den Zug zu bekommen. Das sei eine viel gehörte Meinung in der Bevölkerung, so Ritter. In der Versammlung herrschte breite Zustimmung zu der Feststellung, dass diese Bahnlinien, weit weg von Wohngebieten und deshalb schlecht erreichbar, von den Menschen nicht angenommen werden. Stadtrat Ernst Biermaier forderte, die Bahn sollte ihre zahlreichen Leerfahrten im Personenverkehr doch wenigstens reduzieren. Bei gleichzeitig stetig steigendem Verkehrsaufkommen auf der Straße, besonders auch durch den Schwerlastverkehr, werde der Verkehr oftmals zum Erliegen gebracht. Auf den Hinweis eines Besuchers, dass durch den Wegfall des Personennahverkehrs der Bahn auch der Gütertransport auf der Schiene in Gefahr sei, sagte Biermaier, dieses Argument werde immer von den gleichen Leuten als Vorwand eingesetzt, entspreche aber nicht der Realität.

Ein betroffener Bürger sprach auch die Verkehrssituation an der Robert-Bosch-Straße an. Josef Blank erklärte, hier müsse der Druck von unten kommen, von oben passiere hier nichts. »Unsere Lösung«, so der Sprecher der Stadtratsfraktion der Freien Wähler, »sieht für Sankt Georgen und Traunwalchen die Ostumgehung auf der TS 1 über Traunstein und Kammer. Das bringt sicher die notwendige Entlastung für die Ortsteile an der B 304 und damit auch für Traunwalchen.« Mathias Bauregger unterstützte diese Meinung mit dem Hinweis auf die Aktivitäten der Arge B 304. Er riet deshalb zum gemeinsamen Handeln.

Eingangs der Versammlung hatte Klaus Ritter erklärt, der Erhalt des Dorfcharakters mit Handel, Handwerk, Schule und Kirche sei ihm sehr wichtig. Deshalb sei es ganz entscheidend, die Grundschule in Traunwalchen zu sanieren und entsprechend mindestens einzügig zu erhalten. Aus diesem Grund sei ein gemeinsam erstelltes Entwicklungskonzept mit den Bürgern von großer Bedeutung, wenn es um die künftige Weiterentwicklung von Wohngebieten geht.

Weiter forderte Ritter den Bau des Radweges von Zweckham über Niedling nach Traunwalchen. Da auch die Straße in einem sehr schlechten Zustand sei, meinte Ritter, es müsse für die Straßen in allen Ortsteilen ein Sanierungskonzept mit Prioritätenliste erstellt werden. Derzeit werden 200 000 Euro jährlich in den Haushalt eingestellt, um den Erhalt dieser Straßen zu sichern. Das sei etwas zu wenig, so Ritter, was man am Zustand leicht erkennen könne. Auch sprach er sich eindringlich für einen Kreisverkehr an der Bundesstraße 304 bei der Abzweigung nach Sondermoning aus.