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Textilgeschäft im ehemaligen Getränkemarkt

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In dem leerstehenden Laden (ehemals Top-Getränkemarkt) im nordöstlichen Gewerbegebiet von Traunreut soll ein Bekleidungsgeschäft eröffnen. Einen damit verbundenen Nutzungsänderungsantrag segnete der Stadtrat ab. Zur Sicherung der Planziele in diesem Bereich sollen jedoch die Bebauungspläne geändert und unverzüglich eine Veränderungssperre erlassen werden. (Foto: Rasch)

Traunreut. In dem leer stehenden Laden (ehemals Top-Getränkemarkt) neben dem neu eröffneten Sportgeschäft Praxenthaler im Gewerbegebiet Nordost IV soll ein Textilgeschäft eröffnen. Um welches Unternehmen es sich dabei handelt, konnte die Verwaltung in der Stadtratssitzung noch nicht sagen. Wie es hieß, gebe es mehrere Bewerber, die sich für die rund 320 Quadratmeter große Verkaufsfläche interessieren. Einem damit verbundenen Antrag auf Nutzungsänderung in eine Verkaufsfläche für Textil, segnete der Stadtrat ab. Bauliche Änderungen sind nach Angaben der Antragsstellerin, vertreten durch die Prime Management GmbH & Co. KG, nicht vorgesehen.


Nachdem der Antrag noch vor der in der Stadtratssitzung beschlossenen Veränderungssperre bzw. Bebauungsplanänderung gestellt worden war, gilt für dieses Vorhaben noch der rechtskräftige Bebauungsplan. Für alle weiteren Anträge im Bereich des Gewerbegebietes Nordost VI (Trostberger-, Altenmarkter-, Tittmoninger-, Garchinger-, Tachinger- und Waginger Straße ) sowie in den Geltungsbereichen »Gewerbegebiet Ost V« (Firma Brüderl linksseitig der Trostberger Straße, Getränke Winkler und Firma Riedl) sowie im Gewerbegebiet »Kirchholz« (Jobst, Häusler, Niederbichler, Pfaffenbauer, Vochezer, Knottek und Zupin) gelten künftig geänderte Bebauungspläne.

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Wie berichtet, hatte der Stadtrat im Februar die Festlegung eines zentralen Versorgungsbereiches sowie die »Traunreuter Sortimentsliste« und die Anpassung der Bebauungspläne bereits beschlossen. Das bedeutet, dass mit dem Inkrafttreten der veränderten Bebauungspläne in den betroffenen Geltungsbereichen künftig nur noch die sogenannten »Sonstigen Sortimente« zulässig sind. Dazu zählen laut Liste: Autoteile und Autozubehör, Badeeinrichtung, Installationsmaterial, Sanitärerzeugnisse, Baumarktartikel, Bauelemente, Baustoffe und Eisenwaren. Boote und Zubehör, Campingartikel (ohne Bekleidung und Schuhe), Fahrräder und Zubehör, Farben, Lacke, Tapeten, Teppiche, Bodenbeläge sowie Gartenartikel, Gartenbedarf, Pflanzen, Leuchten, Möbel, Küchen, Zooartikel und Tiere. Die sogenannten innenstadtrelevanten Sortimente wie Baby- und Kinderbekleidung, Bekleidung, Brillen, Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, Elektroartikel, Haushaltselektronik, Glas, Porzellan, Geschenkartikel, Haushaltswaren sowie Heimtextilien, Lederwaren, Bürobedarf, Spielwaren, Sportartikel, Uhren, Schmuck oder Hobby- und Sammelbedarf sind dort nicht zulässig. Ebenso die Sortimente der Nahversorgung wie Arzneimittel, orthopädische und medizinische Produkte, Drogerie- und Parfümwaren, Nahrungs- und Genussmittel, Getränke und Schnittblumen. Die ebenfalls beschlossene Flächennutzungsplanänderung wurde nach Angaben der Stadtverwaltung bereits in die Wege geleitet. Zur Sicherung der Planziele seien eine umgehende Änderung der oben genannten Bebauungspläne und der Erlass einer Veränderungssperre, die mit großer Mehrheit mitgetragen wurde, umgehend notwendig, hieß es. Die Veränderungssperre soll laut Angaben der Verwaltung in Kürze in Kraft treten. ga