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»Teuer, aber leider notwendig«

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Übersee – Die letzte reguläre Sitzung des Überseer Gemeinderats in diesem Jahr war arbeitsintensiv. Gleich bei drei Themen wurde über den Sachstand und das weitere Vorgehen beraten, nämlich bei der Entwässerung der Autobahnunterführungen Chiemseemoos und der Mühlenstraße/Neumühle sowie beim Projekt »Barrierefreie Bushaltestellen«. »Die Straßenentwässerungen sind zwar notwendig, aber wegen der hohen Kosten ein unangenehmes Thema«, so Bürgermeister Marc Nitschke.


Zu allen drei Punkten erläuterte Thomas Unterrainer vom Überseer Ingenieurbüro HPC zunächst den aktuellen Stand. Bei den beiden Autobahnunterführungen Chiemseemoos gebe es dasselbe Problem. Sowohl in der kleineren für Fußgänger und Radlfahrer als auch in der größeren für die Landwirtschaft stünde fast immer Wasser, teilweise bis zu 30 Zentimeter hoch.

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Für die kleinere Unterführung stufte er die Entwässerung mittels einer Sickermulde mit Kosten von rund 16 500 Euro netto ein. Für die größere Unterführung gebe es nach seinen Worten zwei Möglichkeiten. Die Entwässerung würde bei der ersten Variante über einen Sickerschacht erfolgen und etwa 38 500 Euro netto kosten. Hinzuzurechnen seien allerdings Wartungskosten, da der Schacht immer wieder gereinigt werden müsste. Die zweite Variante käme ohne Folgekosten aus, würde jedoch 43 000 Euro netto kosten.

Trotz geäußerten »Bauchwehs« von einigen Räten wegen der hohen Kosten, stimmte das Gremium schließlich geschlossen für die Entwässerungsbauten bei beiden Unterführungen. Bei der größeren Unterführung erhielt die zweite Variante ohne Wartung den Zuschlag.

Von »einer schlechten Situation«, vor allem bei Starkregen, sprach der Ingenieur auch bei der Mühlenstraße/Neumühle. Immer wieder gebe es Überflutungen und vollgelaufene Keller. Zur Lösung des Problems seien nach seinem Dafürhalten eine Kanalsanierung von 40 laufenden Metern und der Bau einer Sickerungsrigole von 94 Metern für zusammen 55 000 Euro netto sowie der Straßenunterhalt von 37 000 Euro netto vonnöten. Auch hierzu gab das Gremium seine volle Zustimmung.

Die Baukosten für alle Entwässerungsmaßnahmen sollen nun im Haushalt für 2017 Berücksichtigung finden.

Zum Thema »Barrierefreie Bushaltestellen« hatte sich laut Bürgermeister Nitschke eine interkommunale Zusammenarbeit und gemeinsame effektive Zuschussmöglichkeiten zerschlagen. Die Gemeinde strebt nun eine eigenständige Lösung für die noch relevanten drei Bushaltestellen am Buchwald, in Gröben am Westerbuchberg und am Dampfersteg an. Das Gremium befürwortete einstimmig, vom Büro HPC die Machbarkeit überprüfen zu lassen. bvd