weather-image
22°

Tempomessung und Fußgängerampel beantragt

0.0
0.0

Teisendorf. Zeitnahe, erhebliche Verbesserungen in Sachen Sicherheit der Bürger und Lärmbelastung an der Ortsdurchfahrt Oberteisendorf erwarten sich Dritter Bürgermeister Gernot Daxer und CSU-Fraktionskollege Alois Stadler von Geschwindigkeitsmessgeräten. Darum legten sie in der jüngsten Gemeinderatssitzung einen Antrag für den Kauf zweier solcher Geräte für die beiden Ortseinfahrten an der Bundesstraße 304 vor. Er wird am heutigen Mittwoch im Bauausschuss behandelt.


In einem Schreiben machten sich außerdem Bewohner und Betreuer des Lebenshilfe-Wohnheims in Oberteisendorf für eine Fußgängerampel an der B 304 stark. Daxer und Stadler regen an, zu beschließen, die beiden Geräte zu kaufen und dauerhaft aufzustellen. Sie verweisen darauf, dass sich laut Messungen des Büros Ingevost fast kein Verkehrsteilnehmer an die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h hält. Die Polizei habe nicht die Kapazitäten, um mehr als ein bis zweimal im Monat stundenweise zu blitzen. Auch ein Beitritt zur kommunalen Verkehrsüberwachung werde nicht ausreichen. Der gewünschte Dauerblitzer werde nach Auskunft der Polizei nicht kommen.

Anzeige

Die beiden Messgeräte seien notwendig – sollten sie in Zukunft durch bauliche Verkehrsdrosselung überflüssig werden, gebe es weitere sinnvolle Aufstellungsorte in der Gemeinde. Finanziert werden könnten sie durch Überschüsse bei Einführung der kommunalen Verkehrsüberwachung oder aus Haushaltsmitteln. Bestätigt sehen sich die Beiden dadurch, dass bei fast allen Schreiben zum neuen Flächennutzungsplan von Gegnern wie Befürwortern der Ortsumfahrung die Verbesserung der Situation an der B 304 angesprochen wurde.

Mehrere Bewohner und Betreuer des Lebenshilfe-Wohnheims wünschen sich eine sichere Fußgängerüberquerung und mehr Sicherheit bei der Ausfahrt aus der Holzhausener Straße. Ausdrücklich plädieren sie für eine Fußgängerampel. Das Befolgen des klaren Signals »Rot« oder »Grün« sei für Menschen mit Behinderung und auch für Kinder leichter umzusetzen als nach links und nach rechts zu schauen, eine realistische Einschätzung der Fahrzeug-Entfernung und -Geschwindigkeit falle oft schwer.

Oft schon sei es zu sehr gefährlichen Situationen gekommen, wenn zum Beispiel Bewohner bei der Verkehrsinsel über die Straße gehen und plötzlich stehen bleiben, weil sie unsicher werden. »Wir haben von außenstehenden Beobachtern schon mehrmals die Rückmeldung bekommen, wie glimpflich es oft ausgegangen ist, weil aufmerksame Autofahrer noch rechtzeitig gebremst haben«, berichten die Schreiber. Viele Durchfahrende wüssten jedoch nicht von dem Wohnheim für Menschen mit Behinderung, und nähmen daher keine besondere Rücksicht. Durch beeinträchtigte Wahrnehmung, geminderte Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit und körperliche Einschränkungen sei ein sicheres Überqueren für viele nur schwer möglich. Rollstuhlfahrern werde durch ihre Sitzposition die Sicht zusätzlich erschwert.

Bei der Ausfahrt aus der Holzhausener Straße komme es immer wieder zu langen Wartezeiten. Gerade im Berufsverkehr sei es oft sehr schwer, sämtliche Straßen im Blick zu behalten. Dazu stellte die Gemeindeverwaltung fest, dass die Probleme dieser Ausfahrt bekannt sind. Einstimmig beschlossen die Räte, eine Verbesserung der Situation für Fußgänger in die Erläuterungen zum neuen Flächennutzungsplan aufzunehmen.

Aus nicht-öffentlicher Sitzung gab Bürgermeister Thomas Gasser bekannt, dass die Firma Rambichler aus Waging den Auftrag für die Hackschnitzel-Lieferung  für  die beiden Gemeinde-Heizwerke erhielt und dass die Firma Schuhbeck aus Teisendorf mit der Sanierung der Heizungszentrale und -steuerung in der Schule Teisendorf beauftragt wurde. Die Firma Weba aus Eberbach erhielt den Zuschlag bei der Werkraumeinrichtung der Grundschule Oberteisendorf. vm