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Telekom plant 30 neue Standorte für den Mobilfunk

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37 Masten der Telekom im Landkreis sind bereits mit der 5G-Technik ausgestattet. Einer davon steht am Dach des Telekom-Gebäudes an der Rosenheimer Straße. (Foto: Pültz)
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Das 5G-Netz der Telekom läuft bereits: Auch Teile des südlichen Landkreises Traunstein versorgt der Konzern bereits mit der neuesten Mobilfunktechnik. In den nächsten Jahren will er die Lücken im Netz schließen. (Screenshot: Telekom)

Traunstein – Die Telekom will ihr 5G-Netz für den Mobilfunk im Landkreis Traunstein in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts hat Konzernsprecher Dr. Markus Jodl in München mitgeteilt, das Unternehmen plane, bis Ende 2023 insgesamt 30 neue Masten zu errichten. Dieses Ziel sei aber nur dann erreichbar, so Jodl, »wenn wir die entsprechenden Standortflächen anmieten können«. Die Telekom steht im Wettbewerb mit anderen Unternehmen, die auch 5G-Netze anbieten.


Schritt für Schritt verbessert hat sich die Technologie für den Mobilfunk, der den Betrieb von Handys und die Übertragung von Daten von Computer zu Computer ermöglicht. Nach der ersten Generation (1G) kam die zweite (2G), die dritte (3G), die vierte (4G) – und zuletzt dann die fünfte (5G). Entscheidend zugenommen hat die Geschwindigkeit der Datenübermittlung. Entsprechend den Fortschritten in der Technologie haben die Unternehmen in der Vergangenheit mehrere Netze auf- und weiter ausgebaut.

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Seit einiger Zeit steht nun der neuestes Standard im Brennpunkt: 5G ist in der Lesart der Konzerne das Maß aller Dinge. Alle Unternehmen versuchen, die neue Technik – gegenüber 4G erfolgt die Datenübertragung ihren Angaben zufolge bis zu 100-mal schneller –, anzuwenden, dem Bürger anzubieten und über den Abschluss von Verträgen mit ihnen Einnahmen zu erzielen.

Um 5G flächendeckend betreiben zu können, ist für die Unternehmen der Aufbau von Masten mit Antennen erforderlich – womit sie jedoch in der Bevölkerung auf Kritik stoßen. Viele Bürger fürchten, dass mit den Strahlungen, die zu erwarten sind, Gesundheitsbeeinträchtigung einhergehen. Auch im Landkreis Traunstein tobt die Auseinandersetzung.

Die Telekom betreibt im Landkreis Traunstein laut Dr. Markus Jodl bislang 72 Mobilfunkmasten. Seinen Angaben zufolge versorgen sie die Bürger mit dem Global System for Mobile Communications (GSM/2G), dem Universal Mobile Telecommunications System (UMTS/3G), dem Long Term Evolution (LTE/4G) – und auch schon mit 5G. So erläutert der Pressesprecher, dass an 37 der 72 Standorte die neueste Technik bereits installiert sei.

5G ist im Landkreis Traunstein nicht nur schon in Form von Antennen vorhanden – das Netz läuft auch bereits. Die Telekom hat den Schalter umgelegt, Antennen senden. »5G ist nutzbar«, sagt Jodl. »Man braucht ein 5G-fähiges Smartphone und einen Vertrag der Telekom.«

Der Konzern will auf Kurs bleiben und sein Angebot im Landkreis Traunstein in den nächsten Jahren weiter verbessern. So plant das Unternehmen laut Jodl, die Zahl der Mobilfunkmasten von derzeit 72 auf dann über 100 zu erhöhen. Der Pressesprecher berichtet, dass 30 neue Standorte in der Planung bis Ende 2023 stehen.

Ob der Konzern wie gewünscht mit dem Ausbau seines 5G-Netzes vorankommt, ist jedoch offen. So macht Jodl kein Hehl da-raus, dass die Telekom auf Hilfe angewiesen ist – was konkret bedeutet, dass sie Partner benötigt, die ihr den Bau und den Betrieb von Masten auf ihrem Grundstück erlauben. So sei die Errichtung von 30 neuen Mobilfunkmasten im Landkreis Traunstein »nur möglich, wenn wir die entsprechenden Standortflächen anmieten können.« Die Tochter der Telekom – die Deutsche Funkturm – suche fortlaufend nach neuen Standorten.

In welchen Gemeinden im Landkreis Traunstein die Telekom neue Standorte errichten will, lässt der Konzernsprecher offen. Jodl: »Wir stehen in Wettbewerb zu drei anderen Netzbetreibern. Wir lassen uns nicht von jedem in die Karten schauen. Wenn wir in einer Gemeinde einen Ausbau planen, dann setzen wir uns mit der Gemeinde in Verbindung.«

Wenn die Telekom neue Standorte errichtet, muss sie sich – zum Teil – eine Erlaubnis holen. Auf die Frage, ob sich das Unternehmen Baugenehmigungen beschaffen muss und, wenn ja, ob sie schon Baugenehmigungen bekommen hat, antwortet der Unternehmenssprecher: »Ja. Nein.«

14 neue Standorte im Berchtesgadener Land

Auch im Nachbarlandkreis Berchtesgadener Land will die Telekom das 5G-Netz ausbauen. Insgesamt verfüge das Unternehmen in diesem Landkreis bereits über 45 Mobilfunkstandorte. Bis Ende 2023 seien, so Jodl, 14 neue geplant.

Die Telekom will in den nächsten Jahren alle Lücken schließen, die das 5G-Netz noch aufweist. Dr. Markus Jodl: »Wir werden Zug um Zug alle Standorte mit LTE und 5G ausstatten. Bis 2025 sollen in Deutschland 99 Prozent der Bevölkerung auf 5G zugreifen können – selbstverständlich auch in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein.« pü

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