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Teisendorf profiliert sich als familienfreundlich

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Teisendorf – Die Marktgemeinde Teisendorf ist jetzt schon bei Familien mit Kindern als Wohnsitz sehr beliebt: Dort verjüngt sich im Gegensatz zum allgemeinen Trend die Bevölkerung. So standen im Jahr 2013 laut Gemeinde-Statistik 70 Sterbefällen 93 Geburten gegenüber. Mit einer Informations-Mappe für Familien möchte die Gemeinde nun ihr familienfreundliches Profil ausbauen. Im Gemeinderat wurde die geplante Mappe vorgestellt.


Die Einführung einer solchen Mappe ist einer von mehreren Vorschlägen eines Antrags zur Unterstützung junger Familien in Teisendorf, den die frühere Familienreferentin Magdalena Schmidt und der ehemalige Jugendreferent Alois Stadler bereits im März gestellt hatte. Ausführlich befasste sich nach den Kommunalwahlen die Gemeindeverwaltung damit und erarbeitete die ersten Vorschläge.

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Die Info-Mappe ist für alle jungen Familien im Gemeindegebiet gedacht und soll auch neu zuziehenden Familien ausgehändigt werden. Sie enthält laut Bürgermeister Thomas Gasser ein Heft über die Marktgemeinde Teisendorf, die wichtigsten Ansprechpartner, Daten und Telefonnummern, zum Beispiel von Rathaus, Kinderkrippe, Kindergarten, Schule, Familienbüro sowie Mittags- und Hausaufgaben-Betreuung. Außerdem sind Checklisten für Erledigungen vor und nach der Geburt eines Kindes enthalten, die Hilfsangebote des Landratsamts, ein Flyer zur Schwangerenberatung, der »Familienwegweiser« des Landkreises, der alle Kommunen mit ihren Leistungen für Familien auflistet, und die derzeit entstehende »Bürger-Info-Broschüre« des Marktes Teisendorf.

Alois Stadler (CSU) begrüßte die erarbeiteten Vorschläge. Die Idee des Antrags sei gewesen, die vorhandenen guten Leistungen in der Öffentlichkeit besser bekannt zu machen und die Ressourcen des Familienbüros im Rathaus besser zu nutzen. »Jeder, der eine Familie gegründet hat, weiß, was das für ein Papierwust ist«, meinte der junge Familienvater. Die Mappe solle bei der Bewältigung des bürokratischen Aufwands helfen. Angesichts der vielen neuen Baugrundstücke könne man damit rechnen, dass neue Familien zuziehen, die die Checklisten gut brauchen können. Er schlug vor, die Inhalte der Mappe auch in den Internetauftritt der Gemeinde einzuarbeiten.

Bürgermeister Thomas Gasser gab zu bedenken, dass die Leistungen für Familien mit erheblichem personellen und finanziellen Aufwand verbunden sind. Daher sei die Bekanntmachung durch eine solche Mappe sehr sinnvoll.

Georg Quentin (SPD) bat um einen Hinweis auf Mutter-Kind-Turn-Angebote der Sportvereine, der jedoch laut Gasser bereits enthalten ist. Quentin wies auch darauf hin, dass es wichtig sei, dass heiratswillige junge Eltern mit einem deutschen und österreichischen Elternteil wegen der hier noch größeren Bürokratie beim Elterngeld rechtzeitig mit dem Sozialamt Kontakt aufnehmen.

Peter Schuhbeck (FWG) lobte die zusammengestellten Infos als »kompakt gebündelt«. Er würde die Info-Mappe gleich Bauinteressenten mitgeben, damit sie sehen, dass sich die Gemeinde um ihre Neubürger kümmert. Hier könne sich die Gemeinde mit relativ geringem Aufwand als familienfreundlich präsentieren. Außerdem regte Schuhbeck eine ansprechende Gestaltung der Titelseite an. Diese soll dem Bürgermeister zufolge noch mit dem Logo und Wappen der Gemeinde versehen werden, und die losen Blätter sollen eventuell eingeheftet werden.

Der Antrag vom März enthält weitere Vorschläge, zu denen die Verwaltung erst mögliche Handlungsschritte erarbeitet. Magdalena Schmidt und Alois Stadler regten einen viertel- oder halbjährlich stattfindenden »Neugeborenen-Empfang« mit dem Bürgermeister an, bei dem auch ein »Begrüßungsgeld« für Neugeborene übergeben werden soll. Im Rahmen dieses Empfangs soll ein kurzer Fachvortrag angeboten werden, zum Beispiel zum Problem »Schreibaby« oder zur Geschwistersituation. vm