weather-image
20°

Technologie, Toleranz und Talente

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Freuten sich über einen gelungenen CSU-Neujahrsempfang im Bergener Festsaal (von rechts): Bundestagsabgeordneter Peter Ramsauer, Landrat Hermann Steinmaßl, die Leiterin der Bayerischen Staatskanzlei, Christine Haderthauer, Landtagsabgeordneter Klaus Steiner sowie Landtagspräsident a.D. Alois Glück. (Foto: Wittenzellner)

Bergen. Über 400 geladene Gäste kamen am Donnerstagabend zum CSU-Neujahrsempfang, der im Festsaal in Bergen stattfand. Darunter viel politische Prominenz, aber auch Behörden- und Schulvertreter sowie Persönlichkeiten aus der regionalen Wirtschaft und der Wohlfahrtsverbände. Neben einer kurzen Rückschau auf die vergangenen Wahlmonate warfen erste Beschlüsse der großen Koalition sowie die anstehende Kommunalwahl erkennbar ihre Schatten voraus.


Wie schon in den letzten Jahren kam zum Neujahrsempfang ein Überraschungsgast aus der Staatsregierung, aus der Landes- oder Bundespolitik: In diesem Jahr war das Christine Haderthauer, die neue Leiterin der Staatskanzlei und zugleich Staatsministerin für Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben. Sie hielt die Hauptrede beim Neujahrsempfang.

Anzeige

Landtagsabgeordneter und CSU-Kreisvorsitzender Klaus Steiner zitierte in seiner kurzen Begrüßung aus einer Umfrage, demzufolge rund 90 Prozent der Bürger Bayerns gerne im Freistaat leben. Er freue sich, dass in Bayern die Armutsquote – entgegen dem Bundestrend – abnehme: »Bayern hat seine Hausaufgaben gemacht.« Unter den vielen Personen, die Steiner einzeln begrüßte, stellte er besonders Bundesminister a.D. Peter Ramsauer heraus, der mit viel Applaus von den Anwesenden begrüßt wurde. Er stehe mit dem Wirtschaftsausschuss nun einem wichtigen Gremium vor, das eine bedeutende Position in der Berliner Bundespolitik einnehme und eine hohe Steuerungswirkung habe. Dem pflichtete auch Staatsministerin Haderthauer bei: Ramsauer habe von der Exekutive nun eine führende Stellung in der Legislative übernommen und werde an wichtigen Weichenstellungen beteiligt sein.

In ihrer Grundsatzrede machte die Staatskanzlei-Leiterin deutlich, wo sie die großen Themen der kommenden Jahre sehe: Technologie, Toleranz und Talente seien wegweisende Themenblöcke für Bayern und darüber hinaus. In der Technologie sei die Energiewende das beherrschende Thema, wobei sie deutlich machte, dass sie von den Plänen des neuen Bundesministers für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, die Biomasse zurückzufahren, wenig halte; zu den EU-Maßnahmen, ein Beihilfeverfahren aufgrund der Entlastung für energieintensive Betriebe bei der EEG-Umlage zu eröffnen, sagte sie: »Das geht die Europäische Union nichts an.« Hier gehe es um das »Überleben unserer Wirtschaft«. Die Digitalisierung, verbunden mit einer grundlegenden und durchgehenden Breitbandversorgung, seien weitere zentrale Themen der kommenden Jahre.

Ausführlich ging die ehemalige Sozialministerin auf gesellschaftliche Veränderungen ein. Gesellschaftliche Vielfalt sei unverzichtbar. Es gebe – gerade unter jüngeren Menschen – eine neue »Verantwortungskultur«. Man wolle mitmachen und mitmischen. Politik müsse die Rahmenbedingungen schaffen, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen könnten. Dazu gehören von politischer Seite auch eine Deregulierung und ein Bürokratieabbau. »Der Mensch steht im Mittelpunkt, sonst dreht jedes System hohl«, so die Staatsministerin.

Besonders stellte sie das ehrenamtliche Engagement heraus, das vor allem im ländlichen Raum überdurchschnittlich hoch sei. Jeder zweite Bürger sei hier im Ehrenamt tätig. »Das ist das Ergebnis einer inneren Haltung«, sagte Haderthauer. Viele würden den Einsatz und die Verantwortungsübernahme nicht als Last, sondern als Lust sehen.

Abschließend brach Staatsministerin Haderthauer noch eine Lanze für den CSU-Landratskandidaten Siegfried Walch. »Ganz schön jung« sei er, gehöre aber jener, bereits erwähnten, jungen, motivierten Generation an. Deshalb sei es für sie in der jetzigen Zeit gerade richtig, einem jungen Kandidaten eine Chance zu geben.

Im Anschluss gab es Blumen für die Staatsministerin und für die geduldigen Gäste ein Buffet, bei dem die Gelegenheit zum gemeinsamen Gespräch genutzt wurde.

Weitere Bilder vom Neujahrsempfang gibt es unter www.traunsteiner-tagblatt.de zu sehen. awi