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Tausende Zuschauer beim Georgiritt und Schwertertanz

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Dicht gedrängt standen die Besucher beim Georgiritt auf dem Stadtplatz. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein – Tausende Besucher kamen wieder zum größten Brauchtumsfest in der Region, dem Georgiritt am Ostermontag in Traunstein. Vom Stadtplatz aus ging es hinauf zum Ettendorfer Kircherl. Dort wurden Reiter und Pferde von Kaplan Andreas Lederer gesegnet.


Wie schon im Vorjahr sprach die Polizei in einer ersten Schätzung von Tausenden Besuchern, die zu der Pferdewallfahrt gekommen waren, wenngleich die herausragende Zahl an Mitwirkenden und Zuschauern des vergangenen Jahres nicht ganz erreicht wurde. Trotzdem waren Beteiligung und Besuch wieder ausgezeichnet – was man vom kalten Wetter, begleitet von kurzzeitig kräftigem Schneetreiben, nicht sagen konnte. Der guten Stimmung unter den Besuchern tat dies aber keinen Abbruch.

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Schon ab neun Uhr morgens verfolgten viele Besucher den Zug der Schwertertänzer und Musikanten, der sich von der Städtischen Musikschule in Richtung Stadtplatz in Bewegung setzte. Dort wurde dann pünktlich um 9.30 Uhr nach dem Spielen der Bayernhymne durch die Traunsteiner Stadtmusik der Schwertertanz auf der Bühne auf dem Traunsteiner Stadtplatz aufgeführt. Bei der bis in das Jahr 1530 zurückgehenden Brauchtumsveranstaltung wird die Austreibung des Winters durch den Frühling dargestellt. Und so ging es den beiden Wintergeistern am Ende der rund 30-minütigen Darbietung, die am frühen Nachmittag dann nochmals wiederholt wurde, symbolisch an den Kragen. Der Frühling hat über den Winter gesiegt, was mit einer zusammengesteckten Plattform eindrucksvoll dargestellt wurde.

Pünktlich um 10 Uhr hob dann der Herold seinen Stab und gab unter anhaltendem Kirchenglockengeläut das Zeichen zum Aufbruch. Der lange Zug, bestehend aus historischen Gruppen und Musikkapellen, setzte sich, angeführt von Rittern und Landsknechten in ihren historischen Kostümen, in Bewegung. 373 Pferde wurden gezählt, festlich geschmückt mit ihren Reitern sowie Kutschen und Fahrwerke machten sich hintereinander auf den Weg. Tausende Besucher und »Georgiritt-Freunde«, fast alle mit dem traditionellen Ritt-Festzeichen zu sehen, säumten die abgesperrten Straßen von der Ludwigstraße über den Klosterberg, der Schützen- und Kammerer Straße hinauf über die Ettendorfer Straße zum Ettendorfer Kircherl. Ross und Reiter wurden dort beim Umrunden der Kirche gesegnet. Nach gut drei Stunden ging der vom Sankt-Georgs-Verein Traunstein unter Mitveranstaltung der Stadt Traunstein und der Stadtpfarrei Sankt Oswald durchgeführte Georgiritt zu Ende. Die Besucher konnten sich über eine gelungene Brauchtumsveranstaltung freuen, die weit über die Stadt Traunstein hinaus bekannt und berühmt ist. Die Mitwirkenden freuten sich über eine gelungene Darbietung beim Schwertertanz, Ritt und festlicher Prozession und dem gelungenen Ablauf.

Und wem es zu kalt geworden war, der konnte sich im traditionellen Café St. Georg im Rathaus-Foyer aufwärmen. Dort wurden Kaffee und selbstgemachte Kuchen von den Frauen des St. Georgs-Vereins zu Gunsten des Georgiritts verkauft.

Weitere Bilder vom Georgiritt und dem Schwertertanz finden Sie auf Seite 9. awi