weather-image
12°

Tausende Besucher waren in Inzell zu Gast

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Dieser Oldtimer mit Schwungscheibe wirkte schon fast prähistorisch und war ein Einzelstück bei der Traktor-Rundfahrt durch Inzell.
Bildtext einblenden
Inzells Bürgermeister Hans Egger zapfte das erste Faß bei der Pfingstroas fehlerfrei und ohne »Spritzen« an. Mit den Worten »O’zapft is« eröffnete er den Bierausschank. Mit ihm freute sich Bräu Stefan Wieninger. (Fotos. Wegscheider)

Inzell – Obwohl sich das Wetter in Inzell am Pfingstsonntag zunächst nicht von seiner besten Seite zeigte und die Regenschirme zu Beginn noch teilweise aufgespannt werden mussten, wurde die siebte »Musikalisch-kulinarische Pfingstroas« des Inzeller Gewerbevereins wieder ein voller Erfolg. Vielleicht kamen gerade deshalb so viele Menschen, weil ein anderes Programm aufgrund des Wetters keine ansprechende Alternative gewesen wäre. So verwandelte sich Inzell wieder in das Zentrum der bayerischen Volksmusik mit mehr als 20 traditionellen Musikgruppen, die bei den unglaublich vielen Besuchern für zünftige Stimmung sorgten.


Von überallher kamen die Gäste und genossen das vielfältige Programm bei immer besser werdendem Wetter. »Die Hauptsache ist, dass es trocken bleibt. Wir haben uns ganz kurzfristig entschieden, hierher nach Inzell zu fahren«, so eine jungen Familie aus Oberwössen. Und auch ein Ehepaar aus Übersee kam nach Inzell. »Hier treffen wir immer viele Bekannte und die ganzen Musikgruppen im Ort bieten eine sehr gute Stimmung«.

Anzeige

Bereits einige Tage vor der Pfingstroas waren die Inzeller fleißig und haben ihre Zelte aufgebaut, denn die Vorhersagen verhießen nichts Gutes. Letztlich aber taten die für Mai eher unüblich niedrigen Temperaturen der guten Stimmung keinen Abbruch. Lediglich der Bier- und Getränkekonsum konnte mit dem letztjährigen Verbrauch (bei Temperaturen von über 30 Grad) nicht ganz mithalten. Bürgermeister Hans Egger hatte die Pfingstroas mit dem Vorsitzenden des Inzeller Gewerbevereins, Thomas Paschen, Bräu Stefan Wieninger und der Inzeller Musikkapelle eröffnet. Er zeigte sich erfreut, dass bereits um 11 Uhr zum Bieranstich so viele Besucher da waren. Paschen lobte Annegret Daxenberger und Martin Dießbacher, die beide für das musikalische Programm mit allen Musikgruppen verantwortlich waren. Weiter lobte er Angela Martienssen, die in zeitraubender Organisation den Handwerker- und Brauchtumsmarkt im und um den Festsaal auf die Beine stellte. »Es gibt immer wieder Neuigkeiten hier in Inzell und ganz besonders freut mich, dass in diesem Jahr auch das Brauereigespann der Brauerei Wieninger bei uns ist«. Bei allen Feierlichkeiten vergaß Paschen auch nicht das Unglück, bei dem Tags zuvor in der Nachbargemeinde Schneizlreuth sechs Menschen ums Leben kamen und bat um eine Gedenkminute.

Stefan Wieninger zeigte sich ebenfalls erfreut über den guten Besuch. Voller Stolz präsentierte er das Vierergespann mit den schön geschmückten Pferden und den Wieninger-Bierfässern, das immer wieder gern präsentiert wird. Anschließend zapfte Bürgermeister Hans Egger das erste Fass fehlerfrei an und stieß mit Thomas Paschen und Stefan Wieninger auf eine erfolgreiche und unfallfreie »Musikalisch-kulinarische Pfingstroas« in Inzell an. Die verschiedenen Vereine und Inzeller Wirte servierten dazu hausgemachte Köstlichkeiten und verwöhnten die Besucher kulinarisch.

Auch die Traktor-Rundfahrt war wieder ein Magnet, der viele Besucher anzog. Zugelassen waren nur Fahrzeuge, die mehr als 30 Jahre »auf dem Buckel« haben. Viele Teilnehmer kamen aus den Landkreisen Traunstein und dem Berchtesgadener Land, aber auch »Traggei-Fahrer« aus anderen Bundesländern und dem Salzburger Land schlossen sich dem langen Zug der 153 Fahrzeuge an. Für die vielen Besucher war es eine Augenweide, teils sensationelle Fahrzeuge bestaunen zu können. Auch die Lautstärke mancher Fahrzeuge zeugte von kräftigem Antrieb und die Abgase waren dementsprechend. Vom Schwimmbadparkplatz fuhren die Oldtimer durch den Ort und wieder zurück.

Die Bandbreite der Fabrikate war riesig, auch wenn die Eicher-Bulldogs in der Überzahl waren. Das Bulldog-Oldtimer- Treffen wurde wieder von den Inzeller »Oid-Traggei-Freind« ausgerichtet und ist von der Veranstaltung nicht mehr wegzudenken. Das Besondere daran ist, dass es sich um eine richtige Rundfahrt handelt mit einem längeren Gegenzug, bei dem die Teilnehmer einander begegnen, was bei den Fahrern sehr gut ankommt. hw