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Tausende Besucher trotz Kälte

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Traunreut. Das karge Leben im Mittelalter übt offensichtlich auch bei winterlichen Temperaturen eine große Anziehungskraft aus: Mehrere Tausend Besucher kamen trotz Regenschauern, Wind und Kälte zum Burgfest in den Steiner Schlosshof (wir berichteten). Vor allem am Sonntag hätte das Wetter nicht mieser sein können.


Das Wetter war aber der einzige Wermutstropfen an den drei Tagen, an denen das Rad der Zeit zurückgedreht wurde. Die Veranstalter hatten einen großen Aufwand betrieben, um dieses Spektakulum zu einem unvergesslichen Ereignis werden zu lassen. Nicht zuletzt das historische Umfeld des Steiner Schlosshofes sorgte für eine einzigartige Kulisse. »Eine gelungene und schöne Veranstaltung mit viel Liebe zum Detail«, schwärmte der Geschäftsführer der Schlossbrauerei Stein, Stefan Haunberger, gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt. Die Schlossbraurei hatte den Schlosshof für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt und »die Probe aufs Exempel ist gelungen«, betonte Haunberger. Soviel sei schon mal verraten: Auch im nächsten Jahr sollen Ritter, Gaukler und Burgfräulein den Schlosshof wieder belagern.

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Rund 400 Schausteller und Händler waren für das mittelalterliche Treiben, das in Stein zum ersten Mal veranstaltet wurde, gewonnen worden. Jeder einzelne – von Kopf bis Fuß »gewandet« in allen Altersklassen – hatte dabei eine spannende Geschichte zu erzählen. Inmitten der Zeltstadt, vorbei an rauchenden Feuerstellen, gaben Jongleure, Artisten und Feuerspucker Proben ihres Könnens und auf der großen Bühne sorgten Musikgruppen wie Poeta Magica oder Totos Gaudeo für inspirierende mittelalterliche Klänge und ausgelassene Stimmung.

Ein Höhepunkt war die abendliche Feuershow mit akrobatischen Flammenfontänen. An den verschiedenen Ständen rund um den Marktplatz wurden Waren feilgeboten von Schmuck über Ritterrüstungen bis hin zu mittelalterlicher Mode.

Die Erwartungen der Veranstalter wurden mehr als übertroffen. Der Besucherstrom riss an allen drei Tagen nicht ab. Selbst bei Wind und Regen am Sonntag nicht. »Die Stimmung war unglaublich gut und trotz Wind und Regen sind sehr viele Familien gekommen«, so Maria Perreiter von der veranstaltenden Agentur Amok. Neben dem bunten Treiben heiß begehrt waren die Führungen durch die Höhlenburg, in der einst der Raubritter Heinz vom Stein hauste. Vor dem Eingang bildeten sich große Gruppen. Die Führungen mussten laut Perreiter im Viertelstundentakt abgewickelt werden. ga