weather-image

Tausende Besucher kamen zur Pfingstroas in Inzell

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die älteste Musikkapelle aus Oberbayern, die Musikkapelle Inzell, die in diesem Jahr ihr 260-jährigesBestehen feiert, spielte bei der »Musikalisch-kulinarischen Pfingstroas« auf. (Fotos: Wegschneider)
Bildtext einblenden
Die ausgestellten Gamsbärte waren eine Augenweide und es gab hier viele Fachgespräche mit diversen Interessenten. Das war natürlich eher etwas für die männlichen Besucher.

Inzell – Auch in diesem Jahr waren die Verantwortlichen der neunten »musikalisch-kulinarischen Pfingstroas« in Inzell am Pfingstsonntag keineswegs vom Wetter begünstigt. Die Regenschirme mussten immer wieder aufgespannt werden, aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. »Wir sind überrascht, wie viele Besucher trotz des nicht gerade idealen Wetters den Weg nach Inzell gefunden haben. So gesehen ist die Inzeller Pfingstroas wieder ein großer Erfolg«, freute sich Martin Dießbacher, der Kassier des Inzeller Gewerbevereins.


Und so verwandelte sich Inzell wieder in das Zentrum der bayerischen Volksmusik mit mehr als 20 traditionellen Musikgruppen, die bei den unglaublich vielen Besuchern für zünftige Stimmung mitten im Ort sorgten (wir berichten noch). Von nah und fern kamen die Gäste, die meisten aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgaden, sowie aus dem Salzburger Land, und genossen das vielfältige Programm.

Anzeige

Spende für hervorragende Jugendarbeit

In weiser Voraussicht und aufgrund der Wetterprognose für Sonntag waren die Inzeller vorab schon fleißig gewesen und hatten verschiedene Zelte im Ort aufgebaut. Zumindest war es nicht so kalt, wie im letzten Jahr. Herbert Hochreiter, der zweite Vorsitzende des Inzeller Gewerbevereins, eröffnete die Pfingstroas gemeinsam mit Inzells Bürgermeister Hans Egger, dem Kassier Martin Dießbacher, Bräu Stefan Wieninger und der Inzeller Musikkapelle. Bürgermeister Egger zeigte sich erfreut, dass bereits zum Bieranstich so viele Besucher den Weg in die Dorfmitte gefunden hatten. Er dankte dem Gewerbeverein für die sehr guten Vorarbeiten, die gute Organisation und das vorbildliche Miteinander. »Das Konzept ist gut und soll auch in den nächsten Jahren so beibehalten werden«, betonte der Bürgermeister. Martin Dießbachers Dank ging zunächst an Stefan Wieninger für die Unterstützung und an alle weiteren Sponsoren. Er wies auf die Auswahl der Musikgruppen hin, wobei die Tradition großgeschrieben werde. Er überreichte als Dank für die hervorragende Ausbildung der jungen Musikanten einen Scheck über 1000 Euro an den Förderverein der Musikschule. »Der hat bei uns eine gute Verwendung und wird ausschließlich für neue Instrumente verwendet«, freute sich Musikschulleiter Heine Albrecht.

Bürgermeister Hans Egger wies in diesem Zusammenhang auch auf die »Offene Bühne« hin, bei der sich die jungen Musiker einem großen Publikum präsentieren können. Anschließend zapfte er das erste Fass Wieninger Hell an und stieß gemeinsam mit Herbert Hochreiter, Sabrina Maier, Martin Dießbacher (alle drei vom Gewerbeverein), Heine Albrecht, Peter Holzner (beide Musikschule) und Stefan Wieninger auf die Pfingstroas in Inzell an. Die verschiedenen Vereine und Inzeller Wirte servierten dazu hausgemachte Köstlichkeiten und verwöhnten die Besucher kulinarisch mit verschiedenen Spezialitäten aus der Region. Trotz des immer wieder aufkommenden Regens tat das der guten Stimmung bis in die Abendstunden keinen Abbruch.

Kunsthandwerkermarkt und Rettungshundestaffel

Ein fester Bestandteil der Pfingstroas ist seit Jahren der Kunsthandwerkermarkt – und auch in diesem Jahr war er wieder ein großer Anziehungspunkt für die vielen Besucher. Der Festsaal, der Pfarrsaal und die Adlgasser Straße waren fast während der gesamten Pfingstroas sehr gut gefüllt. Lediglich während der Bulldogrundfahrt (siehe Bericht unten) war das Gedränge weniger dicht.

Zum ersten Mal war in diesem Jahr auch die Rettungshundestaffel »Edelweiß« vor Ort und zeigte den Besuchern, was Rettungshunde können müssen und wie dies vorab trainiert wird. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Hunde das bei den verschiedenen Übungen umsetzten.

Ansonsten war heuer auch die Adlgasser Straße von der Bundesstraße bis zum Festsaal Ausstellungsareal. Der Andrang war wie in den letzten Jahren wieder enorm groß, und man merkte, dass der Stellenwert der Handarbeit nach wie vor einen großen genießt. Einige der Aussteller boten den Besuchern auch die Gelegenheit, ihnen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen – so etwa der Hornschnitzer bei seiner filigranen Arbeit oder auch die Schmuckanbieter und Federkielsticker.

Köstlichkeiten aus der Region

Beim Kunsthandwerkermarkt kamen Frauen und Männer gleichermaßen auf ihre Kosten. Von einer Kräuterpädagogin, über Schnapsbrenner, Hutmacher, Glasgraveure, Körbebinder bis zu Besenbindern und Töpfern – die Gäste kamen aus dem Staunen nicht raus.

Im Festsaal gab es zudem Köstlichkeiten aus der Region und verschiedene Musikgruppen unterhielten die Besucher – es war eine rundum gelungene Sache für Jung und Alt, die hier vom Inzeller Gewerbeverein mit seinen Helfern auf die Beine gestellt worden war. Draußen vor dem Gebäude waren zusätzliche Angebote zu begutachten und für die Unterhaltung der Kinder war ebenfalls gesorgt.

Im Ernst-Rappl-Saal der Gemeinde war der Zauberer vor Ort und es gab verschiedene Luftballonschlangen und -figuren zum Mitnehmen. Das war natürlich speziell bei den Kindern ein Renner und vor allem während der schlechten Wetterphasen ein Platz im Trockenen. Darüber hinaus konnten die Kinder auch mit der Kutsche mitfahren, die von Helli Dölp gesteuert wurde. Mit den Ponys ging es zwangsläufig etwas gemütlicher zu. hw

Mehr aus der Stadt Traunstein
Einstellungen