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Tausende Besucher bei der Pfingstroas in Inzell

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Viele Oldtimerfreunde säumten die Straßen in der Ortsmitte und beobachteten auch während des keineswegs einladenden Wetters genau, welche Fabrikate da an ihnen vorüberzogen. (Fotos: Wegscheider)
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Inzells Bürgermeister Hans Egger (von links) zapfte das erste Fass bei der Pfingstroas fehlerfrei mit nur zwei Schlägen an. Mit ihm freuten sich Bräu Stefan Wieninger und Martin Dießbacher.

Inzell – Keineswegs vom Wetter begünstigt waren am Pfingstsonntag die Verantwortlichen der achten musikalisch-kulinarischen Pfingstroas in Inzell. Die Regenschirme mussten zwar immer wieder aufgespannt werden, aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch.


»Trotz der nicht ganz idealen Rahmenbedingungen, ist die Inzeller Pfingstroas wieder ein großer Erfolg«, freut sich der Kassier des Inzeller Gewerbevereins Martin Dießbacher. Vielleicht kamen gerade deshalb so viele Menschen in den Ort am Fuße des Falkensteins, weil ein anderes Freizeitprogramm aufgrund der Wettersituation keine ansprechende Alternative gewesen wäre. So verwandelte sich Inzell wieder in das Zentrum der bayrischen Volksmusik mit mehr als 20 traditionellen Musikgruppen, die bei den Besuchern für zünftige Stimmung sorgten.

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Eine der größten Attraktionen war auch heuer wieder die traditionelle Traktor-Rundfahrt durch den Ort. Zugelassen zu dieser Rundfahrt waren nur Fahrzeuge, die bereits mehr als 30 Jahre »auf dem Buckel« hatten. Auch heuer kamen die Teilnehmer der beliebten Fahrt wieder von weither angereist. Viele alte Fahrzeuge aus dem Landkreis Traunstein und dem Berchtesgadener Land waren mit dabei, aber auch »Traggei Fahrer« aus anderen Bundesländern und dem Salzburger Land kamen, um sich dem langen Zug der 187 Fahrzeuge anzuschließen.

Wie an einer Perlenschnur aufgereiht fuhren die Oldtimer um 13 Uhr durch Inzell. Meist war nicht nur ein Fahrer auf seinem Gerät zugegen, sondern hatte gleich mehrere Beifahrer und sogar Gruppen auf der Ladefläche mit an Bord. Einige führten auch Anhänger mit landwirtschaftlichem Gerät mit sich und andere Anhänger dienten schlichtweg dazu, Passanten und Freunde mitzunehmen. Die Bandbreite der verschiedenen Fabrikate war riesig, auch wenn die Eicher-Bulldogs neben vielen Hanomag und Fendt in der Überzahl waren.

Das Bulldog-Oldtimer-Treffen während der Pfingstroas wurde, wie auch in den letzten Jahren schon, von den Inzeller »Oid-Traggei-Freind« ausgerichtet und ist von der Veranstaltung nicht mehr wegzudenken.

Für die Besucher gab es aber noch vielmehr zu erleben. Bereits um 11 Uhr hatte Bürgermeister Hans Egger das erste Bierfass am Maibaum angezapft und konnte mit der Gewerbevereinsvorsitzenden Sabrina Maier, ihrem Vorstandskollegen Martin Dießbacher und Bräu Stefan Wieninger auf eine erfolgreiche und unfallfreie achte Pfingstroas in Inzell anstoßen.

Egger zeigte sich erfreut, dass bereits zum Bieranstich so viele Besucher den Weg in die Dorfmitte gefunden hatten. Er dankte dem Gewerbeverein für die sehr guten Vorarbeiten, die gute Organisation und das vorbildliche Miteinander und freute sich auf das bevorstehende Fest. »Das Konzept ist gut und soll auch in den nächsten Jahren so beibehalten werden«, ergänzte der Bürgermeister.

Die verschiedenen Vereine und Inzeller Wirte servierten zum Bier hausgemachte Köstlichkeiten und verwöhnten die Besucher kulinarisch mit verschiedenen Spezialitäten aus der Region. Vom Wetter waren die Besucher gut geschützt, denn die Inzeller hatten im Vorfeld zahlreiche Zelte aufgebaut. Die 20 Volksmusikgruppen sorgten zudem für die richtige Stimmung.

Eine weitere Attraktion der Pfingstroas war auch der Handwerker- und Brauchtumsmarkt, der im und um den Festsaal stattfand und von den Einheimischen und Gästen gut besucht wurde. hw