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Tassilo Schwarz ist auch in Brüssel erfolgreich

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In Brüssel wurde Tassilo Schwarz für sein Projekt »Flugdrohnenabwehr« mit einem zweiten Preis und einem Sonderpreis ausgezeichnet. (Foto: Jugend forscht)

Traunreut – Beim 28. EU-Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler in Brüssel hat das deutsche Team zwei zweite Preise und drei Sonderpreise gewonnen.


Die Preisträger des »European Union Contest for Young Scientists« 2016 wurden gestern bei der feierlichen Siegerehrung im Theater im Hotel Le Plaza ausgezeichnet. Einer der Gewinner ist der 17-jährige Tassilo Schwarz aus Seeon, der das Johannes-Heidenhain-Gymnasium in Traunreut besucht.

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Vier Monate nach dem Bundeswettbewerb überzeugten jetzt die fünf »Jugend forscht«-Bundessieger auch die internationale Expertenjury und setzten sich damit gegen eine starke Konkurrenz aus 37 Ländern durch.

An dem EU-Wettbewerb, der von der Europäischen Kommission veranstaltet wird, nahmen insgesamt 150 Jungforscher mit 100 Forschungsprojekten in zehn Wettbewerbsdisziplinen teil.

Tassilo Schwarz gewann einen der drei zweiten Preise sowie als Sonderpreis einen Aufenthalt am »European Southern Observatory« (ESO) in Chile. Der talentierte Jungforscher präsentierte ein neuartiges Überwachungssystem für Flugdrohnen. Kleine, zivile Drohnen sind derzeit in Mode, als Spielzeug oder als Profigerät – doch damit steigt auch die Gefahr eines Missbrauchs.

Der Jungforscher entwickelte daher ein spezielles technisches Verfahren, mit dem die Flugobjekte erkannt und ihre Positionen bestimmt werden können. Zwei Digitalkameras nehmen den zu überwachenden Luftraum in Stereo auf. Dringt eine Drohne in diesen ein, nimmt das System sie mithilfe einer ausgefeilten Software ins Visier und verfolgt ihre Flugbahn.

Mit seinem Projekt hat der 17-Jährige bereits beim 51. Bundeswettbewerb den Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit gewonnen (wir berichteten). fb