weather-image

Taschendiebe lieben Weihnachtsmärkte

1.0
1.0
Bildtext einblenden
Beim Besuch eines Christkindlmarkts lohnt es sich, auf seine Wertsachen achtzugeben. Diebe nutzen vor allem das Gedränge, um Geldbeutel, Kreditkarten oder Autoschlüssel zu stehlen.

Wenn der Duft von Glühwein, Bratwurst und gebrannten Mandeln in die Nase steigt, beginnt die Zeit der Christkindlmärkte. Auch in der Region haben bereits die ersten Weihnachtsmärkte geöffnet oder beginnen am kommenden Wochenende. Doch Vorsicht: Taschendiebe haben dort Hochkonjunktur – sie nutzen das Gedränge und die unbekümmerte Stimmung aus.


Wer einen Weihnachtsmarkt besucht, muss auf seine Wertsachen aufpassen. Im dichten Gedränge zwischen vielen Menschen haben Taschendiebe nämlich leichtes Spiel. Innerhalb weniger Sekunden sind Geldbeutel, Kreditkarten oder Autoschlüssel verschwunden – ohne dass man etwas bemerkt hat. Um den Langfingern ihre Diebestour zu vermasseln, helfen die Tipps der Polizeilichen Kriminalprävention.

Anzeige

– Im Geldbeutel nur das Wichtigste aufbewahren: EC- oder Kreditkarten sollten Besucher von Christkindlmärkten besser zuhause lassen. Wenn sie doch benötigt werden, ist es sinnvoll, sie – genau wie den Ausweis – in verschiedenen Innentaschen der Jacke oder des Mantels direkt am Körper aufzubewahren. Auch beim Bargeld sollte man nur so viel bei sich tragen, wie für den Weihnachtsmarktbesuch gebraucht wird.

– Taschenverschlüsse im Blick behalten: Idealerweise sollte man die Tasche dicht an den Körper drücken – mit der Seite nach innen, an der sich der Reißverschluss oder der Druckknopf befindet. Auch sollte man darauf achten, dass die Tasche stets geschlossen ist.

– Bei Gedränge besonders wachsam sein: An einer engen Stelle oder wenn viele Menschen dicht nebeneinanderstehen, lohnt es sich, besonders auf die Wertsachen zu achten. Denn häufig sind mehrere Personen an einem Diebstahl beteiligt – einer, der das Opfer ablenkt, ein anderer, der die Tasche wegreißt und ein Dritter, der dann mit der Tasche in der Menschenmenge untertaucht. Meist sind die Diebe professionelle, international agierende Täter, die grenzüberschreitend in ganz Europa aktiv sind.

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik wurden im Jahr 2014 in Deutschland insgesamt 157 069 Taschendiebstähle angezeigt; 2013 waren es noch 135 617 Fälle. Trotz dieses Anstiegs bewegen sich die Zahlen weiterhin auf einem hohen Niveau. Im Jahr 2014 entstand ein Schaden von 45,9 Millionen Euro, das sind rund 16,5 Prozent mehr als im Jahr 2013 (39,4 Millionen Euro).

Die meisten Taschendiebstähle bleiben ungeklärt, da die Opfer die Tat häufig nicht gleich bemerken. »Die erneut gestiegenen Fallzahlen zeigen uns, dass ein Großteil der Bevölkerung immer noch zu sorglos mit ihren Brief- und Handtaschen umgeht und somit Tätern günstige Gelegenheiten zum Diebstahl bieten«, sagt Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. »Doch wer die Tipps der Polizei beherzigt, und aufmerksam durch das Gedränge geht, erschwert den Kriminellen ihre Machenschaften und erspart sich selbst damit viel Ärger.« fb

Wetter