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Tanklastzug ein Raub der Flammen

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Auf etwa 200 000 Euro schätzt die Polizei den Sachschaden, der beim Brand eines Tanklastzuges auf der Autobahn Salzburg–München entstand. Trotz des raschen Einsatzes der Feuerwehren Teisendorf und Neukirchen brannte die Zugmaschine aus. (Foto: Michael Hofhammer)

Teisendorf. Beim Brand eines Tanklastzuges auf der Autobahn Salzburg–München entstand Sachschaden von etwa 200 000 Euro. Menschen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Ursache war vermutlich ein technischer Defekt.


Der Fahrer des Tanklastzuges bemerkte am Donnerstag gegen 19.45 Uhr Brandgeruch, fuhr deshalb am Teisenberg auf den Pannenstreifen der Betriebszufahrt am Fuchssteig und stieg aus. Unmittelbar darauf geriet die Zugmaschine in Brand.

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Nachdem mehrere Verkehrsteilnehmer die Polizei informiert hatten, wurden die Freiwilligen Feuerwehren Teisendorf und Neukirchen alarmiert. Bereits beim ersten Eintreffen von zwei Streifenwagenbesatzungen der Autobahnpolizei Siegsdorf stand das Führerhaus des Lkw in Vollbrand. Da anfangs unklar war, ob sich im Tank Gefahrgut befand, wurde neben der Fahrbahn in Richtung München auch die Gegenrichtung komplett gesperrt, um den Gefahrenbereich weiträumig abzusperren.

Auch ein 22-jähriger deutscher Lkw-Fahrer hatte bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte sehr umsichtig gehandelt, den Verkehr in Richtung München durch Schlangenlinienfahrt heruntergebremst und die anderen Fahrzeugführer gewarnt. Nachdem der Verkehr stand, versuchte er noch, die Fahrzeuginsassen zum Aussteigen zu bewegen und letztlich auch aus dem Gefahrenbereich zu bringen.

Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich bei der Ladung nur um Milch handelte, die der 58-jährige kroatische Berufskraftfahrer von Steyr nach Verona transportieren wollte. So wurde die Fahrbahn in Richtung Salzburg umgehend wieder freigegeben. Die Feuerwehren, die mit insgesamt sieben Fahrzeugen und 30 Mann im Einsatz waren, brachten den Brand schnell unter Kontrolle gebracht und löschten die Zugmaschine sowie die ebenfalls brennende Isolierung des Tanks. Dabei mussten sie mit schwerem Atemschutz und Schaummittel vorgehen. Die nachrückenden Löschzüge Freidling und Roßdorf stellen die Wasserversorgung sicher. Trotz des raschen Eingreifens der Floriansjünger brannte die Zugmaschine völlig aus.

Der Verkehr wurde anschließend auf dem linken Fahrstreifen am Brandort vorbei geleitet. Der rechte Fahrstreifen blieb zur Absicherung der Einsatzkräfte und zur Bergung des Sattelzugs gesperrt.

Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock und blieb sonst unverletzt. Zur vorsorglichen Beobachtung wurde er für die Nacht ins Klinikum Traunstein gebracht.