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Tankfehler wird teuer

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Bergen – Ein Bulgare tankte an der Raststation Bergen in seinen VW-Touran Super anstatt Diesel. Sein Fehler wurde ihm beim Bezahlen an der Kasse bewusst. Die Angebote der Abschleppfirmen waren ihm allerdings zu teuer. Er wollte die Sache selbst in die Hand nehmen. Nun hat er ein Strafverfahren am Hals.


Rauchverbot an Rastanlage

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Vom Tankpersonal waren zunächst mehrere Abschleppfirmen angerufen und um eine grobe Kostenschätzung gebeten worden. Da dies dem Fahrer jedoch zu teuer war, lehnte er alle Angebote ab. Ein Zeuge informierte wenig später die Polizei, dass zwei Männer an der Rastanlage Benzin in die Kanalisation kippen.

Der bulgarische Fahrer wurde vorläufig festgenommen und zur Verkehrspolizei Traunstein gebracht. An der Tank- und Rastanlage Hochfelln-Süd musste ein Rauchverbot in der Nähe der Kanalisation ausgesprochen werden, da sich die Dämpfe des Benzin-Diesel-Gemisches dort verbreiteten. Die zuständige Autobahnmeisterei wurde umgehend verständigt und reinigte unter großem Aufwand die Kanalisation.

Helfer stand unter Drogen

Der zweite Mann, der dem Bulgaren half, fuhr inzwischen mit seinem Wohnmobil in Richtung Salzburg. Er konnte jedoch noch an der Ausfahrt Siegsdorf angehalten werden. Da der Fahrer, ein 24-jähriger Italiener, unter Einfluss von Kokain und Marihuana stand, wurde bei ihm eine Blutentnahme angeordnet. Ermittlungen haben ergeben, dass der Italiener dem Bulgaren den Schlauch zum Ablassen des Benzin-Diesel-Gemisches gab und auch er dieses Gemisch in die Kanalisation schüttete.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Traunstein mussten beide Personen jeweils mehrere Hundert Euro Sicherheit hinterlegen. Es wurde gegen beide ein Strafverfahren wegen eines Umweltdeliktes eingeleitet. Des Weiteren kommt auf beide noch eine höhere Rechnung für die Reinigung der Kanalisation zu, da vermutlich keine Versicherung für den Schaden zahlt. fb