weather-image
23°

Tag der Ausbildung: Werben um den beruflichen Nachwuchs

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Gut angenommen wurde der 5. Tag der Ausbildung, den der Gewerbeverband im Schulzentrum an der Wasserburger Straße veranstaltete. Weitere Bilder zur Veranstaltung finden Sie unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos im Internet. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein. Auf großes Interesse stieß der Tag der Ausbildung, den der Gewerbeverband Traunstein und Umgebung nun schon im fünften Jahr hintereinander veranstaltete. Über 75 Firmen, Organisationen, Bildungsanbieter und Behörden informierten gestern im Schulzentrum der FOS/BOS und der Reiffenstuel-Realschule an der Wasserburger Straße die künftigen Schulabgänger über verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten. Die Besucher kamen aus dem ganzen Landkreis und darüber hinaus zum Informationsnachmittag.


Gute Zukunftsaussichten für Schulabgänger

Anzeige

Viele brachten auch ihre Eltern mit, um die bevorstehende Berufswahl gemeinsam anzugehen. Im Vordergrund stand dabei – im Gegensatz zu großen Berufsinformationsmessen wie beispielsweise der BIM in Salzburg – das persönliche Gespräch in kleinen Gruppen oder auch einmal ein Vieraugengespräch, für das sich die Klassenzimmer sehr gut eigneten. Insgesamt präsentierten die über 75 Anbieter rund 120 Ausbildungsberufe und Ausbildungsmöglichkeiten.

Franz Ober, Vorsitzender des Gewerbeverbandes, betonte bei der Eröffnung der Messe, dass das Thema Gewinnung von Auszubildenden für die regionalen Betriebe zunehmend wichtiger werde. Deshalb habe man auch den Film »Die beste Zukunft der Welt« gemacht, mit dem man dafür werbe, dass junge Schulabgänger in der Region eine Ausbildung machen. Stellvertretender Landrat Josef Konhäuser sagte, dass der Ausbildungstag bei dem erkennbaren Andrang jetzt schon ein Erfolg sei. Dieser sei eine »wichtige Informationsplattform«. Oberbürgermeister Manfred Kösterke wies darauf hin, dass es richtig sei, die Veranstaltung in Schulen abzuhalten. »Da sind die ,Eingangsschwellen‘ niedrig«, betonte er. An die Schüler gewandt sagte er: »Ihr habt gute Zukunftsaussichten.«

Auch Kohlbrenner-Schulleiter Hubert Schmid zeigte sich begeistert von der Veranstaltung. »Schüler und Fragende finden hier unkompliziert den Kontakt mit den Anbietern. Das ist sehr wertvoll und wichtig«, betonte er.

In den beiden Schulgebäuden, aber auch auf dem Parkplatz und dem Freigelände vor den Schulen bekamen die Informationssuchenden dann ein breites Spektrum an verschiedenen Ausbildungsberufen wie beispielsweise der Ausbildung zum Chemielaboranten, zum Industriemechaniker oder zum Schreinergesellen präsentiert. Gut vertreten waren auch verschiedene Fachschulen wie beispielsweise die Berufsfachschule I für IT-Berufe. Umfangreiche Ausbildungsmöglichkeiten stellte auch die Jugendsiedlung Traunreut vor.

Insgesamt präsentierten die gut 75 Anbieter eine Mischung aus Ausbildungsberufen im kaufmännischen Bereich, in der Industrie, im Handel, im sozialen und im staatlichen Bereich. Etwas geringer war in diesem Jahr das Handwerk vertreten, das in dieser Woche ja eine eigene Berufsinformationsmesse im Bildungszentrum veranstaltet hatte (wir berichteten). Am Tag der Ausbildung war aber von Handwerksseite die Metzger-Innung Traunstein-Berchtesgadener Land vertreten und informierte über Ausbildungsmöglichkeiten zur Fachverkäuferin oder zum Metzger. Auch die Elektro-Innung zeigte Ausbildungschancen auf. Stark vertreten war auch wieder die Kreditwirtschaft. »Wenn wir hier ins Gespräch mit jungen Leuten kommen, bekommt eine mögliche spätere Bewerbung ein Gesicht. Das ist sehr wertvoll«, sagte Martin Spörlein, Ausbilder von der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG. Eine Ausbildung bei der Polizei und auch bei der Bundeswehr ist nach wie vor hoch im Kurs, wie die Ansprechpartner vor Ort deutlich machten. »Es ist noch viel Nachfrage da. Aber der Markt gibt nicht mehr so viel her«, sah Hauptkommissar Alfred Hammerl den Zenit bei der Nachfrage schon überschritten. Die Bundeswehr verstand es vor allem auch durch ihr Angebot im Außengelände, das Interesse auf sich zu ziehen.

Viele sind noch in der Findungsphase

»Sehr gute Kontakte, viele Gespräche«, zeigte sich auch Harald Bartsch, Bezirksgeschäftsführer der Barmer GEK, mit der Veranstaltung zufrieden. Florian Binder von der Firma J.N. Kreiller Traunstein lag in seinem positiven Statement ganz auf der Linie der Begrüßungsveranstaltung: »Gute Gespräche um die beste Zukunft der Welt.«

Anna Wallner kam mit ihren Söhnen zur Messe. Ihr 16-jähriger Sohn Ludwig hat noch keine konkreten Vorstellungen über seinen künftigen Beruf. Er wolle den über ein Praktikum bei verschiedenen Firmen herausfinden, sagte er. Fritz Röckenwagner (14) ist auch noch in der Findungsphase, was er einmal werden will. Für ihn sei der Tag der Ausbildung da ganz wertvoll. awi