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Tafel erinnert an historische Grenze

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Bürgermeister Josef Jahner (von links), Künstlerin Traudi Huber, Kreisheimatpfleger Dr. Christina Soika, Ortsheimatpfleger Franz Jäger und der Pierlinger Altbürgermeister Matthäus Hausschmied bei der Aufstellung der Erinnerungstafel. (Foto: Waldherr)

Palling – Die Gemeinde Palling hat an der historischen Grenze zwischen dem Königreich Baiern und dem Erzstift Salzburg eine Erinnerungstafel aufgestellt. Sie soll an den historischen Grenzverlauf in der Nähe von Einsiedl – zwischen Brünning und Unterweißenkirchen – erinnern.


Bürgermeister Josef Jahner bedankte sich vor allem bei der Familie Parzinger aus Einsiedl, auf deren Grund die neue Tafel steht. Jahner erzählte, dass Ortsheimatpfleger Franz Jäger den Anstoß zur Aufstellung gegeben hatte. Unter der fachlichen Anleitung von Kreisheimatpfleger Dr. Christian Soika und Ortsheimatpfleger Jäger malte die Pallinger Künstlerin Traudi Huber nun die Erinnerungstafel.

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Sie trägt die Inschrift »Historische Landesgrenze 1275 – 1803 zwischen dem Erzstift Salzburg und Baiern«. Unter dem Text befinden sich die wappenähnlich gestalteten Landesfarben von Salzburg und Bayern. Wegweiser direkt darunter zeigen in die Richtungen Rupertiwinkel beziehungsweise Chiemgau.

Bei der Aufstellung der neuen Grenztafel zitierte Franz Jäger aus der Chronik von Pfarrer Heinrich Held. Darin ist die wechselvolle Landeszugehörigkeit des Rupertiwinkels beschrieben, besonders Anfang des 19. Jahrhunderts, als der Landstrich abwechselnd zu Baiern, Österreich, Salzburg, Frankreich und Tirol gehörte. Letztlich kam der Landstrich zu Baiern.

Ein Grenz- beziehungsweise Markstein war dort bei Einsiedl immer inmitten der Straße zu finden, gewesen, die damals noch nicht geteert war. Als die Straße später asphaltiert wurde, versetzte man den Grenzstein um ein paar Meter, sodass er nun östlich der Straße eingesetzt ist. Ein Wegkreuz und ein Bankerl laden ein, sich zu setzen. Dr. Christian Soika sagte bei der Aufstellung, dass ihn diese Grenz-»Erscheinung« mit Freude erfülle, sei sie doch ein Zeichen dafür, dass der Bevölkerung die Geschichte am Herzen liege. cw