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Täglich versickern bis zu 30 000 Liter Wasser

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Das Nichtschwimmerbecken im Traunreuter Freibad ist dringend sanierungsbedürftig. Um für einen schnellen Maßnahmenbeginn gerüstet zu sein, hat der Hauptausschuss beschlossen, im nächsten Haushalt vorsorglich schon mal 400 000 Euro einzustellen. (Foto: Rasch)

Traunreut. Die Stadt Traunreut wird um eine Sanierung des Nichtschwimmerbeckens im Franz-Haberlander-Freibad nicht herumkommen. Laut Angaben der Verwaltung verliert das Becken seit einigen Wochen täglich bis zu 30 000 Liter Wasser. Die Schadensbilder lassen darauf schließen, dass die Wasserverluste auf undichte Silikondichtungen und Fugen zurückzuführen sind. Derzeit werden die undichten Stellen notdürftig zugeklebt, was aber keine langfristige Lösung ist.


Die Hiobsbotschaft erreichte den Hauptausschuss im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2014. Nach Angaben der Verwaltung hätten umfangreiche Untersuchungen der Zu- und Ablaufleitungen ergeben, dass in diesem System keine Undichtigkeiten vorliegen. Dagegen sei eine Anzahl von Silikondichtungen von Bewegungsfugen undicht beziehungsweise nicht mehr vorhanden.

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Auch seien alle Fugen zwischen den Fliesen zwischenzeitlich ausgespült. Beide Schadensbilder ließen demnach darauf schließen, dass die Wasserverluste dadurch verursacht werden. Darüber hinaus sei auch der Haftmörtel der Fliesen überwiegend nicht mehr tragfähig und die Beckenköpfe seien durch die Witterungsverhältnisse ebenfalls stark geschädigt.

Als zielführendste Maßnahme schlug das städtische Bauamt vor, das gesamte Becken, dessen Betonwanne sich laut einem Gutachten noch in einem guten Zustand befindet, zu sanieren. Über die Kosten konnte das städtische Bauamt noch keine konkreten Angaben machen. Um aber für einen schnellen Maßnahmenbeginn gerüstet zu sein, sollen laut einstimmigem Beschluss im kommenden Haushalt schon mal 400 000 Euro eingestellt werden.

Bürgermeister Franz Parzinger gab zu bedenken, dass die Technik auch schon über 30 Jahre alt ist. Ein Sanierungskonzept soll jetzt Aufschluss geben, welche Maßnahmen letztendlich notwendig sind und was das Ganze kosten soll. Parzinger schlug vor, ein Büro zu beauftragen, das über den Winter Vorschläge ausarbeitet »und uns dann sagt, wohin die Reise geht«. Um den Badebetrieb nicht zu behindern, soll mit den ersten Maßnahmen unmittelbar nach der Badesaison im nächsten Jahr begonnen werden. Den Sommer über will man sich noch mit der Klebemethode behelfen.

Das Traunreuter Freibad, das zu den schönsten Bädern in der Region zählt und über eine 80 Meter lange freiliegende Wasserrutsche verfügt, zählt in der Saison über 80 000 Besucher. An manchen Tagen kommen bis zu 2800 Besucher in das Bad. ga

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