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Syrisch-bayerischer Abend

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Den Tanz der Trachtenkinder beobachteten die Syrer lieber aus der Ferne. (Foto: Flug)

Unterwössen – Gelebte Völkerverständigung trotz Sprachbarrieren erlebten die rund 200 Gäste beim syrisch-bayerischen Sommerfest am Musikpavillon am Wössner Hallenbad. Von einem »überaus gelungenen Fest« sprach Bürgermeister Ludwig Entfellner.


Zu Beginn gab es ein üppiges Buffet mit syrischen und bayerischen Spezialitäten. Neben gebackenen Auberginenbällchen, Reisgerichten und Teigtaschen gab es auch Kuchen und verschiedene Süßspeisen. In Landestracht gekleidete Syrerinnen sorgten für Nachschub oder gaben per Handzeichen Auskunft, welche Gerichte und Soßen zueinander passten.

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Bürgermeister Ludwig Entfellner sagte, dass die Kontingentflüchtlinge in Unterwössen dem Begriff Heimat neues Leben einhauchen. Sie würden bewusst machen, was Heimat und Heimweh bedeuten. Heimweh, das wir allenfalls mildern können. Als Linderung könne jeder zumindest das Gefühl vermitteln, dass die syrischen Gäste bei uns keine Fremden sind, sagte Entfellner. Für diesen Ausspruch erntete er kräftigen Zwischenapplaus.

Martina Pallas und ein junger Syrer übersetzten die Worte des Bürgermeisters. Der junge Mann schilderte, dass er und seine Landsleute sehr unter dem Krieg gelitten hätten. Umso mehr freuten sich alle, mit ihren Familien hier in Sicherheit zu leben. Er und seine Landsleute fühlten sich in Unterwössen freundlich aufgenommen. Jedes Lächeln der Unterwössner auf der Straße sei ein kleines Geschenk. Um den Unterwössnern etwas von ihrer Unterstützung zurückzugeben, sei die Idee entstanden, dieses Fest zu realisieren.

Zur Unterhaltung tanzten die Trachtenkinder zur Musik der »O-und-U-Musik«. Die Syrer trugen gemeinsam ein weitverbreitetes, syrisches Festtagsgedicht vor. lukk