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Surgruppe versorgt fast 30 000 Menschen mit Trinkwasser

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Verbandsvorsitzender Thomas Gasser, sein Stellvertreter Bernhard Kern und Werkleiter Franz Hasholzer (hinten von links) bedankten sich bei den langjährigen Mitarbeiterinnen Mathilde Korb (links) und Rosi Ehrenlechner. (Foto: Dumberger)

Teisendorf – In der Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung Surgruppe ging es neben der Bekanntgabe der aktuellen Zahlen auch um die künftige Stromversorgung. Man entschied sich für Ökostrom.


Den Jahresabschluss 2013 trug Werkleiter Franz Hasholzer vor. Die Bilanzstruktur und Finanzierung sei trotz des negativen Jahresergebnisses als stabil zu werten, sagte er. Der Verlust beruhe auf Unterhaltsmaßnahmen. Die Ertragslage sei stabil.

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Den Bericht des Rechnungsprüfungsausschusses über die örtliche Prüfung der Jahresrechnung 2013 lieferte der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses Andreas Brügmann. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass die Finanzen des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Surgruppe insgesamt geordnet sind.

Die Versammlung stimmte der Vorstellung von Gewinn- und Verlustrechnung einstimmig zu. Auch der Beschluss, den Jahresverlust von 82 520 Euro auf eine neue Rechnung vorzutragen und mit dem bestehenden Verlustvortrag zu verrechnen, wurde einstimmig gefällt. Die Bilanzsumme von knapp 15 Millionen Euro hat sich um 4,5 Prozent vermindert. Andreas Brügmann bescheinigte im Namen des Rechnungsprüfungsausschusses hervorragende Arbeit.

Den Technischen Jahresbericht für 2014 gab Wassermeister Christian Willberger. Es wurden 6266 Meter Leitungen verbaut. 78 Hausanschlussänderungen, 32 Bauanschlüsse und 90 Neuanschlüsse wurden vorgenommen. Außerdem waren 51 Rohrbrüche zu verzeichnen. Der Leitungsbau kostete gut 1,1 Millionen Euro auf 16 Baustellen. Schwierigste Maßnahme im letzten Jahr war die Baustelle Hallabruck-Brunnerstraße in Traunstein. Dabei wurden die kalkulierten Kosten von 165 400 mit 296 800 Euro bei weitem überschritten, da die Bodenbeschaffenheit die geplante Vorgehensweise nicht erlaubte und eine neue Zuleitung gebaut werden musste.

Die größte Baumaßnahme war die Verbindungsleitung von Teisendorf nach Schönram mit kalkulierten Kosten von gut 648 000 Euro. Durch das gute Ausschreibungsergebnis konnten in diesem Bereich über 156 000 Euro gespart werden. Auf die Anfrage von Gemeinderat Georg Quentin gab Willberger zu bedenken, dass in Zukunft aufgrund des alten Leitungsnetzes vermutlich mit mehr Wasserrohrbrüchen zu rechnen sei.

Über den Einbau eines E-Schiebers in der Leitung vom Hochbehälter Schelmberg zum Brunnen Gemach 3 berichtete der Technische Betriebsleiter Johann Kamml. 29 000 Euro wurden für Schaltschrank, Steuerung, E-Schieber, Stromanschluss und erbrachte Eigenleistung aufgewendet.

Der Zweckverband versorgte im Jahre 2014 über 29 200 Personen mit Trinkwasser in ihren Mitgliedsgemeinden Anger, Ainring, Saaldorf-Surheim, Teisendorf, Petting, Siegsdorf, Surberg, Waging am See, Wonneberg und zusätzlich durch den Abschluss von Zweckvereinbarungen Ortsteile von Traunstein und Piding. 7921 Haushalte sind an das etwa 508 Kilometer lange Leitungsnetz angeschlossen und die Gesamtfördermenge betrug 2014 fast 2,38 Millionen Kubikmeter Wasser. Verkauft wurden davon 2,1 Millionen Kubikmeter. Der Verlust, in dem Löschwasser, Bauwasser und Eigenverbrauch für Leitungsspülungen enthalten sind, belief sich auf 12,53 Prozent.

Verbandsvorsitzender Thomas Gasser informierte, dass vom Bayerischen Gemeindetag eine Sammelausschreibung über die Firma KUBUS gemacht wird, an der sich die Surgruppe als kommunaler Zweckverband beteiligen kann. Bei jährlichen Stromkosten von 235 000 Euro sei es wichtig, dass ein günstiger Stromanbieter gefunden wird. Die Beteiligung an der Bündelausschreibung für 2017 bis 2019 der Firma KUBUS wurde einstimmig angenommen, die Bewerbung für Ökostrom bei der Ausschreibung wurde bei einer Gegenstimme beschlossen.

Zwei verdiente Mitarbeiterinnen wurden in den Ruhestand verabschiedet. Beiden wurde mit Blumen und einem Geschenkgutschein für den jahrelangen Einsatz im Zweckverband gedankt.

Rosi Ehrenlechner sorgte 25 Jahre als Reinigungsfachkraft dafür, dass sich alle Mitarbeiter im Surgruppengebäude wohlfühlten. Mathilde Korb war schon in den Räumen in der Marktstraße 12 für den Zweckverband tätig, als man sich noch mit der Raiffeisenbank das Telefon teilen musste. Am Ende ihrer Arbeitszeit arbeitete sie maßgeblich beim Durchforsten des Archives mit. Für den vorbildlichen Einsatz in den 44 Dienstjahren dankte ihr Thomas Gasser. sd