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Surbergerin feierte 100. Geburtstag

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Die Glückwünsche des Landkreises Traunstein und der Gemeinde Surberg zum 100. Geburtstag von Siegfriede Hofbauer überbrachten die stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber und Bürgermeister Josef Wimmer. (Foto: Buthke)

Surberg – Bei blendender geistiger Frische und gutem körperlichen Zustand hat Siegfriede Hofbauer aus Surberg ihren 100. Geburtstag gefeiert. Noch heute führt sie ihren Haushalt eigenständig, kocht und putzt selbst. Nur alle 14 Tage kommt eine Haushaltshilfe.


Zu den Gratulanten gehörten die stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber und Bürgermeister Josef Wimmer von Seiten der Politik sowie Dekan Georg Lindl, Ortspfarrer Pater Joy und die stellvertretende Gemeinderatsvorsitzende Christl Wimmer von kirchlicher Seite. Sie wünschten Siegfriede Hofbauer alles Gute und noch viele schöne Lebensjahre.

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Sie kam auf die Welt, als Bayern noch Königreich war

Vor 100 Jahren, als Bayern noch ein Königreich gewesen ist, ist die Jubilarin in Moorweißen bei Fürstenfeldbruck geboren worden. Ihre Jugend verbrachte sie in Reichertshofen bei Ingolstadt. Nach Surberg kam sie während des Zweiten Weltkriegs durch ihren Mann Josef, der Rektor der Schule war. 1940 heirateten sie, aber schon bald danach wurde ihr Mann zur Wehrmacht eingezogen. Sie selbst arbeitete unter anderem kurze Zeit in der Gemeinde Surberg.

Ihr Mann wurde an der Ostfront schwer verwundet. Nach einem Lazarettaufenthalt in Linz kam er zurück nach Surberg. Dort war er über 40 Jahre als Rektor der Schule, Organist und Chorleiter tätig. Neun Jahre war er zudem Surberger Bürgermeister. Friedl Hofbauer stand ihm in dieser Zeit als Hausfrau zur Seite. In den 1960er Jahren zogen sie in das Lehrerhaus neben der Schule im Surtal. Ihr Mann verstarb 1998.

Warum sie noch so gut beisammen ist, führt Siegfriede Hofbauer darauf zurück, dass sie in ihren Leben immer einen großen Garten gehabt hat. Gartenarbeit halte fit. Aber auch die Gene dürften eine Rolle spielen, denn die meisten ihrer Geschwister wurden über 90 Jahre alt. Ein trauriges Ereignis dürfte ein weiterer Grund für die Vitalität der Jubilarin gewesen sein: Vor 15 Jahren starb ihre einzige Tochter Friederike, die mit dem Veterinärarzt Dr. Walter Lenze verheiratet war. Friedl Hofbauer übernahm für ihre Enkel Christian, Ulrich und Florian die Mutterrolle und kümmerte sich fürsorglich um sie.

Ein Zwischenfall im vergangenen Jahr versetzte Schwiegersohn und Enkel in Angst und Schrecken. Friedl Hofbauer stürzte in ihrer Küche und zog sich schwere Verletzungen zu. Rund zwölf Stunden lag sie hilflos in der eiskalten Küche, bis Enkel Christian sie fand. Inzwischen hat sie sich von den Folgen dank guter Behandlung und Pflege im Krankenhaus und in der Rehabilitation wieder erholt.

Jetzt erwartet sie für den Dezember mit Freuden die Geburt ihres ersten Urenkels. Die Heimatzeitung gratuliert der Jubilarin ebenfalls zum 100. Geburtstag. Bjr