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Erst wurde er in den USA als Hochstapler entlarvt, jetzt steht der aus Bergen stammende 52-Jährige in Kalifornien wegen Mordes vor Gericht. Mit der Befragung von möglichen Juroren hat in Los Angeles der Mordprozess gegen den 52-Jährigen begonnen, der sich in den USA jahrelang als »Clark Rockefeller« ausgegeben hatte. »Wir hoffen, dass wir nächste Woche Montag eine Jury haben und dann mit den Eröffnungsplädoyers beginnen können«, sagte sein Anwalt Brad Bailey.


Aus einem Pool von knapp 100 Kandidaten müssen Anklage und Verteidigung zwölf Geschworene und vier Vertreter aussuchen. Der Prozess gegen den 52-Jährigen könnte sechs Wochen dauern, sagte Bailey. Den Zustand seines Mandanten beschrieb er als »okay«. Alle seien froh, wenn das Verfahren endlich in Gang komme. Im März 2011 war der 52-Jährige wegen Mordes an John Sohus im Jahr 1985 angeklagt worden. Er plädierte auf »nicht schuldig«.

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Die Leiche des damals verschwundenen Kaliforniers war neun Jahre später ganz zufällig bei Bauarbeiten im Garten eines Hauses in San Marino, nahe der Großstadt Los Angeles, gefunden worden. Der Angeklagte lebte in den 1980er Jahren unter dem Namen Christopher Chichester in Kalifornien. Er war Untermieter im Haus der Eltern von John Sohus und seiner Frau Linda. Von der Frau fehlt aber weiterhin noch jede Spur.

Der 52-Jährige war den Behörden 2008 aufgefallen, als er unter dem Namen »Clark Rockefeller« in Boston lebte. In einem dramatischen Sorgerechtsstreit hatte er seine damals siebenjährige Tochter entführt. Dafür erhielt er vier Jahre Haft. Seine Anwälte hatten auf Unzurechnungsfähigkeit plädiert.

Seit der Mordanklage in Kalifornien haben die Anwälte wiederholt darauf verwiesen, dass die Vorwürfe gegen ihren Mandanten nur auf Indizien beruhen. Es wird erwartet, dass sie die verschwundene Ehefrau des Mordopfers als potenzielle Täterin darstellen. In dem Verfahren könnten frühere Bekannte des Angeklagten, darunter auch seine Ex-Frau, in den Zeugenstand gerufen werden.