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Sturmtief »Sabine« sorgte für Hunderte Einsätze im Chiemgau

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Traunstein: Sturmtief "Sabine" sorgt für Dauereinsatz der Feuerwehren – Abgerissene Strom- und Telefonleitungen
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Foto: FDL/Lamminger

Landkreis Traunstein – Das Sturmtief »Sabine« hat Dächer abgedeckt, Bäume entwurzelt und Lastwagen zum Umstürzen gebracht. Diese Meldungen über eine Spur der Verwüstung erreichen uns aus Deutschland und dem Norden Oberbayerns. Am Dienstag erreichten auch stärkere Böen den Landkreis Traunstein – und sorgten für einige Feuerwehreinsätze.

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Nach den starken Sturmböen am Morgen in der Region normalisiert sich die Lage zunehmend wieder. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd registrierte nach eigenen Angaben in der Einsatzzentrale insgesamt 367 Einsätze in den letzten 24 Stunden. Bei keinem wurde bislang jemand verletzt.

Seit der Nacht hat der Sturm wieder Fahrt aufgenommen. Über Stunde wurden Feuerwehren im Landkreis Traunstein alarmiert, um umgestürzte Bäume von den Straßen zu entfernen.

Es wird immer noch geraten, achtsam durch Waldgebiete zu fahren und unnötige Fahrten zu vermeiden. Spaziergänger und Fahrradfahrer sollten Wälder grundsätzlich meiden.

Am Morgen stürzte auch ein Baum auf die Kreisstraße TS 26 bei Tettenhausen. Die Feuerwehr und ein Landwirt beseitigten den Baum. Die Feuerwehr Taching am See wurde einmal um kurz nach 5 Uhr nach Hirschpoint und gegen 6.30 Uhr nach Planthal alarmiert, um ebenfalls umgestürzte Bäume zu beseitigen. Auch angebrochene Bäume wurden vorsorglich gefällt, damit niemand zu Schaden kommt. Mit vollem Körpereinsatz wurden die Teile der Bäume von der Straße geschafft.

Auch die Feuerwehr Traunstein musste heute Nacht wegen des Unwetters zwischen 3 und 5 Uhr zu insgesamt 16 Einsätzen ausrücken. Die Ehrenamtlichen mussten mehrere Mülltonnen entfernen, die durch den Wind auf die Straße geschleudert wurden, Bauzäune die umgestürzt waren, wieder aufrichten und Bäume, die auf Straßen gestürzt waren, beseitigen.

Ganz anders war die Lage noch am Montag. Hier kam der Landkreis glimpflich davon. Am Vormittag hatte der angekündigte Sturm die Region erreicht und in erster Linie Norden für zahlreiche Einsätze gesorgt. Kurzzeitig alarmierte die Leitstelle in Traunstein im Minutentakt die Einsatzkräfte.

Zahlreiche umgestürzte Bäume blockierten die Straßen. Vielerorts mussten Waldstücke kurzeitig gesperrt werden, da ein Betreten selbst für die Feuerwehren viel zu gefährlich gewesen wäre.

In Wolkersdorf bei Traunstein und Traunreut sind Bäume auf Gebäude gefallen. In Obing kam es am frühen Nachmittag zu einem Kaminbrand in einem Wohnhaus. Bei Emertsham rutschte ein Fahrzeug in den Straßengraben und in Altenmarkt war die Bahnstrecke kurzzeitig durch einen umgestürzten Baum blockiert. In den letzten zehn Tagen kam es für die Wehren im Landkreis mit den Alarmierungen vom Montag zu rund 150 witterungsbedingten Einsätzen. red/Hob