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Strom von den Dächern gemeindlicher Gebäude

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Taching am See. Im Haushalt der Gemeinde Taching sind 120 000 Euro für die Installation von Photovoltaikanlagen vorgesehen. Aufgrund steigender Strompreise will die Gemeinde den produzierten Strom für den Eigenverbrauch nutzen. Überschüssiger Strom soll ins Netz eingespeist werden.


Die meisten Dachflächen wären geeignet

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Eine Untersuchung ergab, dass die meisten Dachflächen der gemeindeeigenen Gebäude für eine Installation geeignet wären. Würde man alle geeigneten Dächer nutzen, so würde der Haushaltsansatz von 120 000 Euro bei Weitem nicht ausreichen. Bei Ausschöpfung der bereitgestellten Haushaltsmittel könnten, so das Ergebnis der in Auftrag gegebenen Untersuchung, etwa 95 kWp Leistung installiert werden. Mit dieser Leistung und den veranschlagten Investitionen sollte ein rentabler Betrieb möglich sein, zumal auch der Eigenverbrauch zur Rentabilitätssteigerung beiträgt. Ob die Gemeinde tatsächlich diese Summe investieren wird, darüber wird der Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen entscheiden.

Klar ausgesprochen hat sich der Gemeinderat für die Einführung einer Krippengruppe. Um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen, wonach ein Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz besteht, müssen im Kindergarten aber Umbaumaßnahmen erfolgen. Dazu wurden zwei Planvarianten vorgestellt. Einstimmig sprach sich das Gremium dafür aus, im Obergeschoß des Kindergartens Trockenbauarbeiten und sanitäre Umbauten mit einem Kostenaufwand von etwa 100 000 Euro in Auftrag zu geben. Die tatsächliche Belastung für den Gemeindehaushalt wird aber deutlich geringer sein, weil man mit Fördermitteln von bis zu 80 Prozent rechnen kann.

Ablehnende Haltung zur Windkraft bekräftigt

Bereits im Jahr 2011 hatte die Gemeinde Taching beantragt, in ein Ausschlussgebiet für Windkraftanlagen aufgenommen zu werden. Begründet wurde dies unter anderem mit der Bedeutung des Landschaftsschutzgebietes um den Waginger See für den Tourismus. Im März 2012 wurde die ablehnende Haltung nochmals bekräftigt, zumal auch die Rentabilität der Windkraftanlagen in unseren Breiten angezweifelt wurde.

Der Regionale Planungsverband Südostoberbayern hat nun aktuell über das Anhörungsverfahren zur Fortschreibung des Regionalplanes informiert. Inhalt der Fortschreibung ist die Ausweisung potenzieller Windparkflächen im Regionalplan.

Im Bereich des Rampelsberges sieht der Regionalplan eine Vorrangfläche für Windkraftanlagen vor. Der Gemeinderat hat bei der Fortschreibung des Regionalplanes keine weiteren Bedenken oder Anregungen mehr vorgebracht.

Die Erschließung von vier Bauparzellen im Bereich Am Fischl kann beginnen. Knapp 110 000 Euro wird die Erschließung dieses Baugebietes kosten. Davon müssen die Anlieger 90 Prozent im Rahmen eines Erschließungsbeitrages zahlen. bk