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Strom- und Medizintechnik für Tansania

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Helfer des Aktionskreises Ostafrika haben wieder Container für Tansania beladen. Befüllt wurden diese hauptsächlich mit Materialen für Stromversorgung und Krankenhaus-Zubehör.

Traunstein – Der Aktionskreis Ostafrika (AKO) hat wieder Container für Tansania beladen. Mit verpackt wurde dabei unter anderem eine Materialspende der Bayernwerk AG im Wert von rund 10 000 Euro für eine Schule und eine im Bau befindliche Behindertenschule in Moshi. Ein ländliches Ansiedlungsprojekt für rund 16 000 Menschen soll elektrifiziert und mit Wasser versorgt werden. Auf Bitten der tansanischen Regierung hilft der AKO mit Unterstützung der Bundesregierung beim Auf- und Ausbau dieser Infrastruktur, um die wichtigsten Grundlagen zu einem lebenswerten Lebensraum in der oft unwirtlichen Gegend zu schaffen.


Die Spende der Bayernwerk AG bestand zum großen Teil aus neuem und rückgebautem Freileitungsmaterial für die 11- und 33-KV-Mittelspannungsstrecken. Die Transformatoren und Isolatoren dafür sind schon vergangenes Jahr auf den Weg gebracht worden. In der Lieferung waren auch die vom AKO erbetenen, neuen Erdkabel für Versorgungsstrecken in Krankenhaus und Berufsschulen enthalten, darüber hinaus Installationsmaterial für Hausanschlüsse, Kabelverteilerschränke, Muffen und anderes.

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Zuletzt wurde noch ein weiterer Container nur mit Medizintechnik und Krankenhauseinrichtung verladen. Unter anderem sind darin hydraulisch verstellbare Betten und zugehörige Nachtkästchen, ein Panorama-Röntgengerät und Technik für das neue, vom AKO gebaute, Zahnlabor. Verschickt werden die Container voraussichtlich Ende November, da für den Versand noch ein weiterer 20-Fuß-Container mit medizinischer Technik beladen werden muss. Die Versandkosten belaufen sich allein für einen solchen Container einschließlich aller Gebühren auf rund 8000 Euro. Die Transportlaufzeit liegt im Durchschnitt bei sechs bis acht Wochen.

Allein in den letzten fünf Jahren hat der AKO für etwa 25 000 Menschen Wasser- und zum Teil auch Stromversorgungen gebaut, ebenso viele andere Projekte, wie etwa Kindergärten, Schulen, Dorfkrankenstationen und Krankenhausausbauten. Die Regierung von Tansania kann ohne diese Unterstützung solche Projekte nur sehr schwer realisieren, weil nicht nur das Geld fehlt, sondern meist auch die notwendigen Kenntnisse. Aus diesem Grund werden alle Projekte immer gemeinsam mit Einheimischen gestartet, um ihnen auch die jeweiligen Fachkenntnisse zu vermitteln. Aus dieser Zusammenarbeit sind inzwischen nicht nur Ansiedlungen, sondern auch kleine Mittelstandsbetriebe entstanden, die mit ihren Arbeitsplätzen künftig auch Eigenständigkeit ohne die weitere Hilfe von Dritten garantieren.

Der AKO hat es sich als gemeinnütziger Verein seit 1987 zur Aufgabe gemacht, humanitäre Hilfe in Ostafrika zu leisten. In einem Land wie Tansania ist es nach Ansicht der Verantwortlichen extrem wichtig, die Abwanderung in die Slums der Großstädte und auch in andere Länder zu reduzieren. Der AKO ist deshalb seit vielen Jahren bemüht, mit dem Aufbau von Infrastruktur, Ausbildungsstätten und Gesundheitseinrichtungen die Lebensumstände der Menschen zu verbessern, um sie an ihren angestammten Lebensraum zu binden. Gerade in der heutigen Zeit, wo täglich mehr Flüchtlinge aus unterschiedlichsten Ländern nach Deutschland einreisen, sei dies ein wichtiger Gesichtspunkt.

Um weitere Projekte in Afrika realisieren zu können, sammelt der AKO Geldspenden. Spenden können auf das Konto des Aktionskreises Ostafrika überwiesen werden, IBAN: DE 4171 0520 5000 0576 3099, BIC: BYLADEM1TST, Sparkasse Traunstein. Mehr Informationen über den Aktionskreis Ostafrika gibt es jeden Donnerstag von 10 bis 14 Uhr unter Telefon 0861/4395. he