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Straßenzustand und Radlwege

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Teisendorf – Nach dem ausführlichen Rechenschaftsbericht des Bürgermeisters Thomas Gasser (wir berichteten) nutzten Bürger aus Oberteisendorf und Rückstetten die Gelegenheit, zu konkreten Themen nachzufragen oder dem Gemeindeoberhaupt weitere Anliegen vorzutragen.


Gleich zu Beginn äußerte Stefan Fritzenwenger sein Unverständnis darüber, dass der Finanzausschuss den Antrag der Pfarrkirchenstiftung St. Georg auf Zuschuss für den Erwerb einer neuen Orgel für die Oberteisendorfer Kirche abgelehnt habe. Die jetzige Orgel stamme aus dem Jahr 1956 und müsse dringend ersetzt werden. Angesichts der vergleichsweise guten finanziellen Situation der Marktgemeinde und der stets vertrauensvollen und guten Zusammenarbeit zwischen Kirche und Gemeinde, könne er die ablehnende Entscheidung nicht nachvollziehen. Die Kirchenstiftung habe angesichts der Investitionen der vergangenen Jahre zu wenig Mittel, um den Orgelkauf aus eigener Kraft zu stemmen. Er stellte vor Ort den Antrag, das Thema nochmals im Finanzausschuss zu behandeln.

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»Uns ist die Gleichbehandlung wichtig«

Bürgermeister Gasser konnte das Anliegen zwar voll verstehen, erläuterte aber, dass man angesichts der vielen Kirchen im Gemeindegebiet keinen Präzedenzfall schaffen könne. »Uns ist die Gleichbehandlung aller Pfarreien im Gemeindegebiet wichtig. Bislang wurden alle Anträge auf Zuschuss zum Erwerb oder zur Restaurierung einer Kirchenorgel aus den Pfarreien abgelehnt«. Er bot sich an, Kontakte zu anderen Stellen, die eventuell Zuschüsse gewähren könnten, zu knüpfen. Aufgrund des Antrags von Fritzenwenger werde er das Thema auch nochmals dem Finanzausschuss vorlegen.

Hans Ramstötter interessierte die Belegung und Laufzeit der Container in Surmühle, in denen Geflüchtete untergebracht sind. Die Unterbringung der Asylsuchenden sei Aufgabe des Freistaats, der sie an die Landratsämter delegiere. Im Moment sind in Surmühle neun Personen untergebracht, so der Bürgermeister. Allerdings sei die Fluktuation hoch und die Unterbringungszeit oft kurz. Zur Zeit werden in Teisendorf insgesamt nur 30 Geflüchtete beherbergt und die Unterbringungskapazitäten sei bei Weitem nicht ausgeschöpft. Die Dauer der Anmietung der Container sei seinem Wissen nach, so Gasser, auf fünf Jahre begrenzt.

Hans Burghartswieser aus Hofholz hatte Fragen zum schnellen Internet. Die Umstellung hätte bei ihm nicht viel gebracht. Bürgermeister Gasser meinte, dass dies nicht sein dürfe, und bat ihn, dies mit genauer Adresse bei der Gemeinde zu melden.

Weitere Wortmeldungen bezogen sich auf den Straßenausbau oder den Straßenzustand im Bereich Oberteisendorf und Umgebung. Konrad Aicher wollte wissen, wie es mit der Baustelle an der Brücke von Oberteisendorf ins Achthal weitergehe, nachdem für 2019 auch ein Radlweg von Oberteisendorf nach Achthal geplant ist. Im Moment würde das Staatliche Bauamt, das für die Geh- und Radlwege zuständig ist, mit den Grundstückseigentümern Gespräche führen. Auch der Brückenbau sei seiner Kenntnis nach für 2019 vorgesehen. Er gehe davon aus, dass zuerst die Brücke, dann der Radlweg gebaut würden.

Konrad Aicher bat den Bürgermeister, darauf hinzuwirken, dass auch nach der Fertigstellung dieser Brücke die Zwölf-Tonnen-Beschränkung im Achthal erhalten bleibe. Er wisse nichts von gegensätzlichen Plänen, erwiderte Gasser, denn der begrenzende Faktor sei nicht die Brücke, sondern die Straßenführung im Achthal, die für Schwerverkehr nicht ausgelegt sei.

Um den Radlweg von Gastag nach Spöck ging es Simon Moser. Er wollte wissen, warum der Bau so lange dauere. Laut Gasser seien Probleme mit der Entwässerung und mit dem Grunderwerb dafür verantwortlich, das Bauamt sei aber dran. Den ebenfalls anwesenden Polizeihauptkommissar Gerhard Huber von der Dienststelle Freilassing fragte Moser, wieso auf der Bundesstraße 304 die Lkw die zulässige Geschwindigkeit von 80 km/h regelmäßig überschreiten oder in den Buchten der Bushaltestellen parken könnten, ohne dass dies kontrolliert würde. Huber erwiderte, dass eine solche pauschale Aussage nicht zutreffend sei, die Polizei aber auch gerne bereit sei, bei Anruf einen Streifenwagen vorbei zu schicken, um eine konkrete Situation zu überprüfen.

»Pläne sind da, Grundstücke nicht«

Rupert Reiter wollte wissen, ob man das Thema Umfahrung Höflergasse in Oberteisendorf nicht weiter verfolge, weil es im Rechenschaftsbericht nicht vorgekommen sei. Dies sei nicht der Fall, so Bürgermeister Gasser, es hätten sich aber bei diesem Thema keine neuen Entwicklungen ergeben, weil es nach wie vor keine Einigung bei den Grundstücksverhandlungen gäbe. »Die Pläne sind da, die Grundstücke nicht«, fasste der Rathauschef zusammen.

Die Nachfrage von Gerd Daxer, ob trotz Fertigstellung des neuen Wanderparkplatzes bei Lochmühle/Neukirchen der obere Parkplatz bestehen bleibe, konnte Gasser bejahen. Es gehe hier um zusätzliche Parkmöglichkeiten, die entlastend wirken sollen. kon