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Straßensicherung am Masererpass

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Eine Platte unterhalb der Leitplanke soll verhindern, dass Motorradfahrer hindurch rutschen. Außerdem wurden die Betonpfosten dazwischen entfernt, damit die stürzenden Motorradfahrer nicht mehr dagegen prallen können. (Foto: Ostermaier)

Reit im Winkl. Als gefahrenträchtige Unfallstrecke gilt die Bundesstraße 305 zwischen Reit im Winkl und Oberwössen, dem Masererpass. Immer wieder passieren dort schwere Verkehrsunfälle, immer wieder sind auch Motorradfahrer davon betroffen.


Seit Jahren nun bemüht sich das Staatliche Bauamt Traunstein darum, besonders kritische Gefahrenstellen zu entschärfen: So wurde an engen Kurven beispielsweise die Griffigkeit der Deckschicht durch Aufrauen erhöht. Im Bereich des kleinen Wasserfalls wurde nun auf einer Länge von etwa 250 Metern das alte Leitplankensystem komplett ersetzt.

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Waren die Verkehrsteilnehmer bislang durch Holzbalken geschützt, die zwischen kleinen Betonpfeilern eingehängt waren, so wurde jetzt ein sogenannter massiver »Unterfahrschutz« eingebaut. Dies ist zunächst eine herkömmliche Metallleitplanke, wobei auch der Raum unterhalb dieser Leitplanke durch eine Platte abgesichert ist. Die Betonpfosten dagegen sind verschwunden, »somit können stürzende Motorradfahrer nicht mehr gegen massive Befestigungen prallen, auch wird ein Durchrutschen unter der Leitplanke verhindert«, erklärt dazu Peter Maltan, Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt.

10 000 Euro hat diese Sicherheitseinrichtung gekostet, die zweite ihrer Art auf dieser Strecke, vor drei Jahren wurde eine als gefährlich eingestufte Kurve nahe Entfelden auf die gleiche Weise gesichert. Mit diesen Maßnahmen hofft man, künftig weniger folgenschwere Unfälle beklagen zu müssen, »wobei die Strecke eigentlich nicht so gefährlich ist«, wie Maltan ergänzt. Er spielt damit auf das Fahrverhalten insbesondere einiger Motorradfahrer an, »solche Bergstrecken reizen offenbar zum Beschleunigen«.

Und: »Man muss sein Fahrverhalten an die Bedingungen einer solchen Bergstraße anpassen und Verantwortungsbewusstsein zeigen«, so Maltan abschließend. Schließlich erinnerten schon zu viele Marterl am Straßenrand des Masererpasses zwischen Oberwössen und Reit im Winkl an tödlich verunglückte Auto- und Motorradfahrer. ost