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Straßenbaumaßnahme kostet 1,5 Millionen Euro

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An der alten Staatsstraße bei Selberting ist voriges Jahr für rund 25 600 Euro das Brückenbauwerk erneuert worden. Die Kosten haben sich die Gemeinden Wonneberg und Surberg geteilt. (Foto: H. Eder)

Wonneberg. Zwei große Straßenbaumaßnahmen stehen in der Gemeinde Wonneberg an. Die Umfahrung von Weibhausen durch die Staatsstraße 2105 berührt die Gemeinde finanziell kaum. Der Ausbau der Straße von St. Leonhard nach Töfenreut bis an die Gemeindegrenze zu Surberg bedeutet jedoch eine gewaltige Belastung. Die Kosten dafür belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro. Bürgermeister Josef Mayr und Kämmerer Bernhard Kraus gaben sich bei der Bürgerversammlung zuversichtlich. »Wir haben schon größere Maßnahmen hingebracht«, betonte Mayr.


Kraus ging in seinem Rückblick auf die Zahlen des Haushalts 2012 ein. Die Gemeinde Wonneberg stehe finanziell gesund da, betonte er. Allerdings herrsche ein »ziemliches Missverhältnis«, was die Kreisumlage betreffe, sagte er. Die von der Gemeinde eingenommenen Realsteuern – Grundsteuern (111 000 Euro) und Gewerbesteuer (104 000 Euro) – reichten bei Weitem nicht aus, um die Kreisumlage in Höhe von fast 450 000 Euro zu finanzieren.

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Dennoch aber habe die Gemeinde voriges Jahr keine Kredite aufnehmen müssen. Die Schulden lagen Ende 2012 bei 282 637 Euro, gab er bekannt. Deshalb seien die Zinsen (16 000 Euro) keine große Belastung mehr, fügte er hinzu. Zudem seien für den Straßenbau St. Leonhard-Töfenreut bereits Rücklagen in Höhe von 268 000 Euro gebildet worden, gab er bekannt. Selbst wenn ein Kredit für diesen Straßenbau aufgenommen werden müsse, sei dieser problemlos zu finanzieren, sagte er.

Bürgermeister Mayr ging in seinem Rückblick unter anderem auf die Brücke an der alten Staatsstraße bei Selberting ein, die erneuert wurde. Die Kosten von rund 25 600 Euro habe man sich mit der Gemeinde Surberg geteilt, betonte er. Mayr ging dann vor allem noch auf die Straße St. Leonhard-Töfenreut ein. Im September sei mit dem Beginn der Baumaßnahmen zu rechnen, wenn mit dem Grunderwerb alles klappe, gab er bekannt. Diese Strecke, vor 40 Jahren gebaut, sei keine zeitgemäße Straße mehr, sagte er. Zur Finanzierung erwarte sich die Gemeinde mindestens 40 Prozent Zuschuss. Die Straße wird dann auf 5,50 Meter ausgebaut, wird also einen Meter breiter als bisher, außerdem werde die Entwässerung erneuert. »Das muss dann für die nächsten 30 Jahre reichen«, meinte Mayr.

In Greinach sollen zwei neue Bushäuschen aufgestellt werden. Die Kosten pro Häuschen belaufen sich auf 12 000 Euro, wobei es jeweils 5000 Euro Zuschuss gibt. Die Kosten teilen sich die Gemeinden Wonneberg und Waging. Im Rahmen der Ortsumgehung von Weibhausen fallen für die Gemeinde nur rund 15 000 Euro für die Verlegung des Gehwegs in Richtung Selberting an.

In Sachen Seereinhaltung erwähnte Mayr die Baumaßnahme bei Greinachtal. In Obermoosen sei ein Modell entstanden, wie man den Wasserrückhalt bewerkstelligen könne. Hier seien die Rohre erneuert und ein Drosselbauwerk eingebaut worden, um bei Starkregen den Wasserablauf abbremsen zu können. Es gebe dazu ein Programm mit bis zu 80 Prozent Förderung: »Wir müssen zusehen«, bekräftigte er, »Grundstücke zu bekommen für mehr solcher Maßnahmen.«

Letztes Jahr sei mit dem Anschluss von Kirchhalling und Oberhalling die Kanalisierung in der Gemeinde abgeschlossen worden. In Sachen Nahwärme St. Leonhard sei die in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie fast fertig. So wie es jetzt aussehe, sei die Maßnahme auch finanzierbar. Egerdach darf sich demnächst auf einen komfortablen Internetanschluss freuen. Bei Gesamtkosten von 53 000 Euro seien auf die Gemeinde dafür 16 000 Euro entfallen.

Bei der einzigen Bürgerfrage ging es um eine bessere Ausschilderung der neuen Siedlung in Weibhausen, außerdem sollte noch deutlicher auf die 30-km/h-Zone verwiesen werden. Bürgermeister Mayr sagte zu, diese Anregung aufzunehmen und zu prüfen. he