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Straßen und Plätze werden hergerichtet

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Kirchanschöring – Schon seit 2001 werden in der Gemeinde Kirchanschöring die Anwohner von Straßen und Plätzen nicht mehr für Verschönerungsaktionen und Sanierungen von Ortsstraßen zur Kasse gebeten. Die Kommune verzichtete damals bewusst auf den Erlass von Bestimmungen, die Hausbesitzer zur finanziellen Beteiligung heranzieht.


Die Grundlage dafür heißt im Behördendeutsch »Straßenausbau-Beitragssatzung«. »Wir werden uns aber mit dem Thema beschäftigen müssen, weil eine entsprechende Gesetzesänderung ansteht«, kündigte Bürgermeister Hans-Jörg Birner in der jüngsten Gemeinderatssitzung an. Das Gremium verabschiedete in der Sitzung auch das diesjährige Programm zur Straßensanierung.

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So kann es vor der eigenen Haustür vielleicht laut werden, wenn die Maschinen anrücken, aber Rechnungen flattern keine ins Haus, wenn Kirchanschöring demnächst einige marode Straßen herrichtet, auf die sich der Umwelt-und Bauausschuss im Vorfeld verständigt hatte, und deren Bauarbeiten der Rat nun zur Ausschreibung freigab. »Dabei nehmen wir wie in den letzten Jahren nur Maßnahmen in Angriff, die ohnehin nicht der Beitragspflicht unterliegen.«

Die Asphaltierer werden mit ihren Geräten demnächst also anrücken, um einen neuen Belag im Bereich des Lechner-Anwesens in Hipflham aufzubringen, ehe sie ein Stück weiterziehen ins Neubaugebiet Hipflham, wo die Straße »In der Point« liegt, die nun eine Asphaltfeinschicht erhält. Das bezahlt die Gemeinde ebenso aus ihrer eigenen Schatulle wie das nunmehr beschlossene Aufbringen einer neuen Asphaltschicht auf den Zufahrten zu den Parkplatz-Stellflächen an der Lodronhalle in Kirchstein. Die Stellplätze selbst bleiben in Kies. Auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts bestätigte Birner am Ende der Sitzung, dass der Lampodinger Stocksportverein, der die Halle betreibt, auch noch Eigenleistungen erbringt. »Der Verein übernimmt sämtliche Arbeiten, die mit dem Pflastern der Behinderten-Parkplätze verbunden sind.«

Geld steht im Haushalt bereit

Im Rahmen des Straßenbauprogramms stellt die Gemeinde Kirchanschöring heuer 15 000 Euro für kleinere Reparaturen an den unterschiedlichsten Stellen der Ortsstraßen bereit. Dazu zählt vor allem das Beseitigen von Rissen im Teer. Weitere 31 500 Euro gibt man für das Ausbessern der maroden Fugen aus, die sich zwischen dem Straßenasphalt und dem Gehweg an der Georg-Weibhauser-Straße, des Fichtenwegs sowie der Eichen-, Rosen- und Blumenstraße aufgetan haben. »Diese Kleinsanierungen überwachen die Gemeindearbeiter«, betonte das Gemeindeoberhaupt.

Wie es weiter hieß, will die Kommune zudem eine Planung für das Herrichten eines Teilstücks der Leobendorfer Straße in Auftrag geben. Dabei handele es sich um den Stich, zu dem man zum Autohaus Wagner abzweigt.

Schließlich bejahte der Gemeinderat das diesjährige Straßenbauprogramm bei einer Gegenstimme von Michael Hüller, ohne die bei Anwohnern unbeliebte Straßenausbau-Beitrags-Satzung auch nur zu erwähnen. Das Gremium beschloss, die Verwaltung zu beauftragen, den jeweils wirtschaftlichsten Anbieter für die einzelnen Arbeiten zu suchen. ca