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Straßen- und Kanalbau wird teurer

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Traunstein. Der Ausbau der Königsberger Straße samt Kanalerneuerung wird deutlich teurer als von der Stadt veranschlagt. Gleiches gilt für den Kanalbau im Bereich Hochfelln- und Zwieselstraße. In der gestrigen Stadtratssitzung stieß die Kostensteigerung bei einigen Ratsmitgliedern auf Unverständnis und es wurde darüber diskutiert, wie man in Zukunft vor solch unliebsamen Überraschungen verschont bleiben könnte.


Die Arbeiten an und in der Königsberger Straße werden um rund 50 000 Euro teurer als im Haushalt vorgesehen; die an der Hochfelln- und Zwieselstraße stiegen sogar um 95 000. Weitere knapp 68 000 Euro werden benötigt, um Schäden zu beheben, die man erst nach der Ausschreibung erkannt hat.

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Für knapp 350 000 Euro wird die Firma Swietelsky den Kanal in der Königsberger Straße erneuern und die Straße anschließend ausbauen. Der Kanalbau wird um 37 000 Euro teurer als veranschlagt, der Straßenbau um 12 000. Den fehlenden Betrag muss die Stadt im Nachtragshaushalt einplanen. Sieben Firmen haben ein Angebot abgegeben; Swietelsky war demnach der wirtschaftlichste Bieter.

Die Kanalerneuerung und anschließende Wiederherstellung von Hochfelln- und Zwieselstraße hat der Stadtrat bereits im März vergangenen Jahres beschlossen. Den Auftrag bekam damals ebenfalls die Firma Swietelsky zum Angebotspreis von knapp 487 000 Euro. Zur Zeit der Auftragsvergabe war noch keine Dichtigkeitsprüfung für den Kanal vorgenommen worden, weil es das Wetter nicht erlaubt hatte. Aus der Prüfung ergab sich später, dass Bereiche des Kanals optisch zwar einwandfrei, aber dennoch undicht waren.

Die Kosten für die Beseitigung der Schäden wurden mit 75 000 Euro angegeben. Dank erheblich günstigerer Ausschreibungsergebnisse konnten die Mehrkosten aufgefangen werden. Im Zuge der Baumaßnahmen ergaben sich aber nochmals »Massenmehrungen«, wie das im Fachjargon heißt. Unter dem Strich werden noch 95 000 Euro benötigt, die ebenfalls über den Nachtragshaushalt dieses Jahr finanziert werden müssen. Weitere 67 600 Euro Nachtrag musste der Stadtrat in der Sitzung für sogenannte Schlauchliner genehmigen, mit denen der Kanal abgedichtet werden kann. Diese Ausgaben waren bei dem Bauprojekt ursprünglich nicht vorgesehen gewesen.

In mehreren Diskussionsbeiträgen ging es darum, ob und wie man künftig derartige Kostensteigerungen vermeiden kann. Verärgert zeigten sich unter anderem Simon Steiner (»Warum kriegt man das nicht besser in den Griff?«) und Ernst Haider (»Uns ärgert das auch«). Wohlgemeinte Vorschläge wie höhere Haushaltsansätze oder die Bildung von Rücklagen zum Auffangen von Kostensteigerungen führen nicht zum Ziel, wurde schließlich festgestellt.

Über den weiteren Verlauf der gestrigen Stadtratssitzung berichten wir noch. -K.O.-