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Straße an der neuen Schule heißt »Waagschale«

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Weil derzeit die Wasserleitungen in der Siedlungsstraße »Am Martlberg« erneuert und die Straße teilweise aufgerissen wird, beabsichtigt der Gemeinderat die ohnehin sehr schadhafte Straße im nächsten Frühjahr zu sanieren.

Nußdorf – Die Zufahrtsstraße zur neuen Grundschule heißt »Waagschale«. Das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.


Die Straße beginnt auf Höhe des DJK-Sportheims, führt rund 80 Meter nach Norden und zweigt dann nach Osten ab bis zum Ende der künftigen Bebauung. Südlich der Waagschale – benannt nach einem alten Flurnamen – wird zurzeit die neue Grundschule gebaut, nördlich davon wird Wohnbebauung entstehen.

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Die Gemeinde will zu dem die Straße »Am Martlberg« sanieren. Diskutiert wurde, ob dies als Ausbau mit Unterbau und Entwässerung oder als Instandhaltung durch Aufbringen einer Trag-Deckschicht erfolgen soll. Beim Ausbau wäre die Ausbaubeitragssatzung anzuwenden – einen Großteil der Kosten müssten die Anlieger mittragen. Bei der Sanierung ohne Unterbau würde die Gemeinde die Instandhaltungskosten voll übernehmen. Bereits 2008 war der Ausbau geplant worden, damals als Erschließung. Die Planer stellten damals fest, dass der Unterbau mangelhaft und die Entwässerung verbesserungswürdig seien.

Mittlerweile hat sich die Rechtslage geändert: Die Siedlungsstraße gilt als erschlossen. Da die Harter Gruppe – Zweckverband zur Wasserversorgung – seit vier Wochen Wasserleitungen erneuert und in der »Martlberg-Straße« Leitungsgräben aushebt, wurde angeregt, im Anschluss die marode Straße zu sanieren. Der Gemeinderat beschloss nun einstimmig, dass ein Fachmann – bevorzugt der Planer der Harter Gruppe – den Unterbau der Straße und die Oberflächenentwässerung beurteilen und dem Gemeinderat eine Handlungsempfehlung geben soll.

Die Leitungsgräben sollen nach Abschluss des Wasserleitungsbaus nur verfüllt, aber nicht asphaltiert werden. Der Gemeinderat will die Bauarbeiten im Haushaltsplan 2018 berücksichtigen. Gebaut werden soll dann im ersten Halbjahr des nächsten Jahres.

Als Satzung beschlossen wurde die Änderung des Bebauungsplans »Sondermoning-Ortsmitte« für den Bereich eines landwirtschaftlichen Anwesens neben der Dorfkirche. Der Eigentümer möchte im nördlichen Teil des ortsbildprägenden Gebäudes im Obergeschoß zwei Wohnungen einbauen, zudem sollen an der Giebelseite eine Außentreppe und ein Balkon angebaut werden.

Wegen der unmittelbaren Nachbarschaft zur alten Kirche wurde der Denkmalschutz am Verfahren beteiligt. Alle planungsrechtlichen Belange der Fachbehörden wurden bei der Änderung des Bebauungsplanes berücksichtigt. Einstimmig befürwortete der Gemeinderat auch den eigentlichen Bauantrag zur Umnutzung und zum Ausbau des bestehenden Gebäudes.

Keine Einwände hatte der Gemeinderat zur Nutzung einer Wohnung als Praxis für Physiotherapie. Sie soll in einem Gebäude am Dorfplatz entstehen. Die erforderlichen Stellplätze kann der Antragsteller an der Nordseite des Gebäudes vorhalten. Der öffentliche Straßenraum, in diesem Fall die Zufahrt und der Rettungsweg zur Grundschule, werden nicht eingeschränkt.

Bei zwei Gegenstimmen genehmigten die Gemeinderäte auch den Antrag zur Errichtung eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung und Doppelgarage an der Strohmaierstraße. Für die Geländeabgrabung und Errichtung einer Außentreppe, die Überschreitung der Baugrenzen beim Nebengebäude, Kellerabgang und der überdachten Terrasse wurde eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes zustimmt, ebenso für die Überschreitung der Geschossflächenzahl. Ob die Befreiung zulässig ist, soll von der Bauaufsichtsbehörde im Landratsamt Traunstein überprüft werden. pv

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