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Strahlende Himmelspforte

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Dr. Melanie Lüking und Bildhauer Mathias Schneider freuen sich über das neue Bild in der Aussegnungshalle. (Foto: Mix)

Traunreut. In der städtischen Aussegnungshalle am Traunreuter Waldfriedhof hängt ein neues Bild an der Wand. Die in sehr hellen Farben gehaltene Darstellung der Himmelspforte strahlt und leuchtet sogar ein wenig im Dunkeln. Vor dem Bild steht eine Christus-Statue, die dem Betrachter einladend die Hand entgegenstreckt und ihn damit quasi einlädt, durch die Himmelspforte in sein Reich einzutreten. Gestaltet wurden Bild und Statue vom Traunwalchner Bildhauer Mathias Schneider.


In der Aussegnungshalle hing bis vor kurzem eine Kopie der Kreuzigungsszene vom Isenheimer Altar, die in sehr dunklen Farben gehalten war und ziemlich düster und traurig wirkte. Die Verantwortlichen der katholischen und evangelischen Pfarrgemeinde wünschten sich ein freundlicheres Bild, das der Hoffnung Ausdruck verleiht, die mit der Auferstehung und dem Einzug ins Reich Gottes verbunden ist. Pastoralreferentin Dr. Melanie Lüking erläutert dazu: »Wir verkünden nach dem Tod die Auferstehung, das neue Leben bei Gott selber, wo wir nach dem Tod in vollkommener Liebe und Geborgenheit bei ihm weiterleben dürfen.« Die frühere, sehr düstere Darstellung in der Kreuzigungsszene habe mehr Leid und Schmerz als Hoffnung ausgedrückt.

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Die Vorgabe für den Künstler bei diesem Auftrag lautete, etwas Positives darzustellen, etwas Strahlendes mit einer gewissen Sogwirkung. »Das Bild drückt aus, dass der Sterbende nicht ins Leere greift, sondern dass die Hand Gottes ihn letztlich ergreifen und in die neue Heimat führen wird«, erklärt Dr. Lüking.

Für Mathias Schneider war dieser Auftrag eine neue Herausforderung, da er sich bisher mit Malerei eigentlich nicht beschäftigte. »Man muss alles mal probieren«, meint er nur und hat sich bei Kirchenmalern und Restauratoren im Vorfeld eingehend erkundigt und Ratschläge geholt. mix