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Strahlende Absolventen der Land- und Hauswirtschaft

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Die besten Absolventinnen der Abteilung Hauswirtschaft sind Maria Asenbeck (von links), Stefanie Wolferstetter und Sabrina Willberger.
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Die besten Absolventen der Abteilung Landwirtschaft waren Franz Xaver Wagner (von links), Georg Gmeindl und Andreas Niedermaier. (Fotos: Peter)

Traunstein. Jeweils 20 Studierende der Abteilungen Hauswirtschaft und Landwirtschaft der Landwirtschaftsschule Traunstein erhielten bei der Abschlussfeier im Landratsamt ihre Zeugnisse. Die besten Prüfungen in der Hauswirtschaft legten Maria Asenbeck aus Zangberg aus dem Landkreis Mühldorf mit einem Notendurchschnitt von 1,00 und in der Abteilung Landwirtschaft Franz Xaver Wagner aus Schnaitsee mit einem Durchschnitt von 1,28 ab.


Zweitbeste in der Hauswirtschaft war Stefanie Wolferstetter aus Palling mit einem Notenschnitt von 1,12, Drittbeste Sabrina Willberger aus Teisendorf mit 1,25. In der Landwirtschaft waren der Zweitbeste Georg Gmeindl aus Altenmarkt mit einem Schnitt von 1,42 und Drittbester Andreas Niedermaier aus Truchtlaching mit 1,71.

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Wie Schulleiter Rolf Oehler von der Abteilung Landwirtschaft und auch die Leiterin Renate Rosner von der Abteilung Hauswirtschaft ausführten, haben sich bereits genügend Studierende angemeldet, dass im Herbst jeweils wieder ein Studiengang beginnen kann.

Die Abschlussfeier treffe mit dem Welttag des Trinkwassers zusammen, so Landrat Hermann Steinmaßl. Wenn man bedenke, dass rund 97,5 Prozent Salzwasser seien und der Trinkwasseranteil nur im Promillebereich liege, müsse man immer wieder in Erinnerung bringen, dass wir in einer mit Trinkwasser gesegneten Region lebten. Die Trinkwasserversorgung sei in öffentlicher Hand und werde auch in öffentlicher Hand bleiben, so Steinmaßl. Für das Trinkwasser würden jedoch auch Schutzgebiete benötigt und Leute, wie die gut ausgebildeten Landwirte, die wüssten, wie man sich in diesen Schutzgebieten bewege, so der Landrat.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke erinnerte daran, dass es im Landkreis und in der Stadt 29 Schultypen gebe. Doch komme der Landwirtschaftsschule eine besondere Stellung zu, da sie die Leute aus- und fortbilde, die das Erscheinungsbild Bayerns entscheidend prägten. Um der Gestaltungsverantwortung des Erscheinungsbildes gerecht zu werden, seien die Absolventen der Landwirtschaftsschule mit ihrem Abschluss bestens gerüstet. Das Erscheinungsbild sei für den Tourismus die Basis, und da es immer weniger private Vermieter gebe, hätten besonders die gut ausgebildeten Damen der Abteilung Hauswirtschaft gute Chancen in der bäuerlichen Zimmervermietung.

Da zum Amtsgebiet die beiden Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land gehören, sprach dieses Jahr Anton Kern, Kreisobmann von Berchtesgaden, das Grußwort für die Berufsvertretung. Die Aus- und Fortbildung sei die Voraussetzung für eine erfolgreiche Betriebsführung, meinte Kern. Er forderte alle in der Landwirtschaft tätigen auf, das weit über die Landkreisgrenzen geschätzte und anerkannte Ausbildungszentrum in Traunstein zu nutzen. Vor acht Jahren habe man noch darüber diskutiert, ob Getreide zur Energiegewinnung verbrannt werden solle und ob in der Region die Landwirtschaft nur noch als landschaftspflegendes Element benötigt werde. Heute würden die heimische landwirtschaftliche Produktion und die Produkte daraus wieder geschätzt.

Was vor 17 Jahren als Pilotprojekt in der Abteilung Hauswirtschaft an der Landwirtschaftsschule Traunstein begonnen habe, sei zu einem erfolgreichen Selbstläufer geworden, der immer wieder Hauswirtschaftsmeisterinnen hervorbringe, sagte der Vorsitzende des Verbandes landwirtschaftlicher Fortbildung Traunstein, Johann Englschallinger. Die Menschheit verdopple sich alle 30 bis 40 Jahre und die landwirtschaftlichen Flächen gerieten weltweit immer mehr unter Druck. Zusätzlich steige in den Schwellenländern wie Indien der Lebensstandard mit einer höheren Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln und bei der Energieversorgung werde immer wieder die Biomasse nachgefragt. Aus diesen Gründen sehe er für die heimische Landwirtschaft dauerhaft eine Zukunft, so Englschallinger. MP