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Strafzahlung für Oberlandbahn

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Traunstein. Seit dem Fahrplanwechsel reißen die Beschwerden über den von der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) betriebenen Meridian nicht ab. Einige Züge – vor allem im morgendlichen Berufsverkehr – sind überfüllt, andere fallen komplett aus oder sind erheblich verspätet (wir berichteten). Das wird nun Konsequenzen haben, wie die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) mitteilte. Dass die BOB ihren vertraglichen Pflichten nicht nachkommt, »werden wir mit entsprechenden Strafzahlungen ahnden«, so Johann Niggl, Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regionalverkehr in Bayern plant, finanziert und kontrolliert.


Dass es beim großen Fahrplanwechsel im Winter, vor allem bei der Inbetriebnahme neuer Netze, zu Startschwierigkeiten kommen kann, habe die Vergangenheit gezeigt. Erfahrungsgemäß stabilisiere sich der Betrieb aber nach einigen Tagen. Doch die jetzigen Fahrzeugprobleme und Pannen im Betriebsablauf beim Meridian seien für die BEG inakzeptabel. »Hinzu kommt eine Reihe von vermeidbaren Zwischenfällen, zum Beispiel bei der Fahrgastinformation. All das trägt in Summe zu einem negativen Gesamtbild bei«, sagt Niggl. Die erheblichen Angebotsverbesserungen, die von der BEG bestellt worden seien, kämen bei den Kunden derzeit kaum an.

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Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann hält noch weitere rechtliche Schritte – über die von der BEG angekündigten Strafzahlungen hinaus – für denkbar. »Sollten die Mängel nicht schleunigst beseitigt werden, wird das die Veolia außerdem bei künftigen Ausschreibungen in keinem günstigen Licht erscheinen lassen.« (die BOB gehört zum französischen Veolia-Konzern, Anmerkung der Redaktion;)

Das einzige Trostpflaster für die betroffenen Bahnkunden sieht Herrmann in der Möglichkeit, ihre Fahrgastrechte, also vor allem die Rückerstattung von Fahrtkosten bei Verspätungen, konsequent geltend zu machen. KR