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Stoamandlweg in Schleching ist in Planung

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Schleching. Bereits im Juni letzten Jahres war die Trassenführung des Stoamandlweges Thema in der Gemeinderatssitzung. Der Rat war sich einig, dass die Trasse über die bestehenden Wander- und Forstwege sowie den Kneippweg führen soll. Die Vergabe einer Vorplanung an die »Architekturschmiede« aus Kirchdorf wurde beschlossen, es bildete sich eine Objektgruppe.


Gemeinsam mit Hans Nicklas von der »Architekturschmiede« und Peter Oster sowie aus Schleching Elfi Bachmann, Fritz Irlacher, Hartmut Rihl, Martin Sabold und Christine Zaiser wurde der Weg mehrmals begangen und wurden die Vorstellungen besprochen. Bei der jüngsten Gemeinderatsitzung stellte Hans Nicklas nun den Planentwurf vor. Es soll kein klassischer Lehrpfad (»erhobener Zeigefinger«) sondern ein erlebnisorientierter Weg mit Besonderheiten sein.

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Nicklas zeigte dazu viele Beispiele von bereits realisierten Projekten. Der Schwerpunkt des Materials soll Kalkstein sein, kleinere »Wege-Stoamandln« zur Markierung an Wegebiegungen und größere als Blickfang an besonderen Stellen. Sitzgelegenheiten an Aussichtspunkten sollten überwiegend aus bearbeitetem Stein oder robustem Holz sein.

Der Plan beinhaltete 17 besondere Punkte auf dem Weg, zum Beispiel einen großen und einen kleinen Stoamandl-Wasserspielplatz mit Sitzrondell, auch als Lagerfeuerplatz nutzbar, eine Regen-Unterstellhütte, einen verwunschenen Weidengebüsch-Pfad, überlebensgroße, kleine und liegende Stoamandln. Auch die Idee von einer »Liege-Landschaft« aus Baumstämmen mit Rinden-Rollmatten oder eine Steinliege mit Holzauflage (Alternativvorschlag von Martin Sabold) in einer Waldrandecke mit Solitär-Fichten fanden Anklang, wie das ganze Konzept bei den meisten Ratsmitgliedern sehr begrüßt wurde.

Einig war man sich im Rat, dass das ganze Projekt wohl nicht sofort umgesetzt werden kann, aber wie es Elfi Bachmann ausdrückte »einfach einsteigen und das Projekt portionieren«. Einstimmig wurde beschlossen, die Entwurfsplanung zu genehmigen mit einer Deckelung bis 6000 Euro. Der Zeitpunkt der Realisierung ist abhängig von den Kosten, die nach Abzug der Eigenleistungen verbleiben. Peter Oster (Vorstandsvorsitzender des Dorferneuerungsverfahrens des Amtes für ländliche Entwicklung Oberbayern) stellte einen Zuschuss von maximal 50 000 Euro von seinem Amt in Aussicht.

Ein weiterer Punkt der Tagesordnung betraf die Wanderwegebeschilderung. Drei Jahre sind veranschlagt, um die rund 19 000 Euro Kosten aufzuteilen. In diesem Jahr sollen der Achberg, der Geigelstein-Parkplatz und der Schmugglerweg neu beschildert werden, im nächsten Jahr das Geigelsteingebiet und das Hochplattengebiet und 2016 das Schlechinger Tal. Die Organisation übernehmen Bertram Westhoven, Achim Dannenberg und Sepp Hell.

Schon im Januar traf die Planung, die Maßnahmen am Alpbach mit einem Steg abzurunden, auf große Zustimmung im Gemeinderat. Großer Wert wurde auf die Optik gelegt, da die Brücke unterhalb des Wassertretbeckens vom Dorf her gut einsehbar ist, dafür hat Manfred Mix einen Planentwurf erarbeitet, der von Planer Anton Huber vorgetragen wurde. Seinen Ausführungen nach ist der ideale Standpunkt gefunden, bei dem jeweils eine Betonplatte an den Seiten gesetzt werden kann. Uneinigkeit bestand zunächst über die Ausführung des Geländers und des Bodenbelages. Ein Mehrheitsbeschluss (auch bei der Vorstandschaft der Dorferneuerung Schleching III) ergab ein Edelstahlgeländer und einen Kies-Matrix-Belag.

Zwei weitere Punkte der Gemeinderatssitzung betrafen Bebauungspläne. Für den Bebauungsplan »Lindäcker« wurde ein Änderungsverfahren beschlossen, für den Bebauungsplan »Lagerplatz« wurde vom Eigentümer der Antrag auf Erteilung eines weiteren Baurechts zurückgezogen. Das Verfahren wird nun geändert fortgesetzt. wun

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