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Stimmungsvoller Jugendhoagart in Erlstätt

Grabenstätt. Rund 30 junge Leute wirkten beim vierten Jugendhoagart in Erlstätt mit. »Wir haben heute ein paar Neue dabei, aber auch ein paar alte Hasen«, kündigte Moderator und Volksmusikexperte Hans Auer eingangs im vollen Saal des Gasthofes Fliegl an.

Für einen eindrucksvollen Volksmusikabend sorgten die 30 musizierenden und singenden Kinder und Jugendlichen beim Jugendhoagart in Erlstätt. Hansl Auer, auf unserem Bild mit der Ziach, führte informativ und humorvoll durch das Programm.

Nachdem sich die jüngsten Teilnehmer zunächst nicht so recht einig waren, wer beginnen sollte, durfte Harfenistin Simone Daxenberger den Abend eröffnen. Im Anschluss ließ Quirin Lange mit seiner Ziach einen Walzer erklingen, und zeigte, welche Fortschritte er gemacht hatte.

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Mit Harfenlandler Publikum begeistert

Steffi Zenz und Elisabeth Speckbacher begeisterten mit einem Harfenlandler von Thomas Steiner. Früher hätten viel mehr Männer Harfe gespielt, doch dies ändere sich nun wieder, erzählte Auer und strahlte, als er gleich zwei aus dieser Zunft begrüßen durfte: Einer von ihnen war Anton Gillitz aus Siegsdorf, der seine Bewährungsprobe mit Bravour bestand.

Weiter ging es mit der Nachwuchs-Ziachspielerin Anna Hübner, die von ihrer großen Schwester Christina an der Harfe begleitet wurde. Anschließend eroberten Isabella Mack (Harfe) und Magdalena Lange (Hackbrett) die Herzen des Publikums. Bevor alle Musikanten einen weiteren Auftritt hatten, blies das Hornisten-Brüderpaar Niklas und Jonas Wirnshofer klangvoll zur Jagd.

Vor der Pause begleitete Auer die ambitionierten jungen Sängerinnen Anna und Marlene Hübner sowie Johanna und Theresa Fleischmann mit seiner Ziach. Mit »De Goaß« hatten sie schon im August beim großen Jubiläum des GTEV »Chiemgauer« Grabenstätt im vollbesetzten Bierzelt die Gäste unterhalten.

»Uns kennt eh jeder, uns brauchst net vorstellen«, meinten die routinierten Ziachspieler Stefan Kreiler und Maxi Neuhauser und eröffneten schwungvoll die zweite Hälfte des Hoagarts. Dass auch sie dieses Instrument beherrscht, demonstrierte Marie Jendrischewski. Es folgte der Auftritt der Saitnweis-Musi um Christian Pfaffinger (Gitarre), dessen Kinder Dominik (Zither) und Ramona (Hackbrett) sowie Waltraud Hübner (Kontrabass) und deren Tochter Christina (Harfe). Ramona und Dominik Pfaffinger hatten im Vorjahr den »Wasserburger Löwen« (Gesang) gewonnen. Auf eine Polka ließen die Saitnweis-Musikanten später einen Walzer folgen. »Momentan sind sie noch die bravsten von ganz Bernau«, stellte Auer schmunzelnd die Bernauer Lausbuam-Musi mit Franz Weingartner (Diatonische Harmonika), Seppi Pfliegl (Harfe) und Sebastian Weingartner (Tenorhorn) vor.

Obwohl sie eigentlich lieber ruhigere Sachen spiele, müsse sie jetzt hier im Wirtshaus unbedingt einen passenden Harfen-Landler erklingen lassen, kündigte Auer den Soloauftritt von Christina Hübner an. Simon Jendrischewski (Posaune), Hansi Biller (Ziach), Theresa Biller (Hackbrett) und Hannes Biller (Gitarre) wussten als Wead-schon-wean-Musi zu überzeugen, und Seppi Klauser als unverwechselbarer Ziacherer.

Gesangs-Überraschung am Ende

Zur Freude der Gäste durften auch die Musikanten der zweiten Gruppen noch einmal ran. Insbesondere seine vier jungen Sängerinnen »müssten ein weiteres Mal beschäftigt werden«, witzelte Auer.

Am Ende gab es noch eine Gesangs-Überraschung von Magdalena Lange und Elisabeth Biller, die Auer einen Geschenkkorb überreichten. »Heute haben wir wieder gesehen, wie wichtig unsere Musikschulen sind«, so Auer. Noch nie hätten in der Gegend so viele junge Leute musiziert. Bürgermeister Georg Schützinger bedankte sich bei allen Teilnehmern und besonders bei »Erfolgsgarant« Hans Auer und Organisatorin Doris Biller von der Jugendtheater, -Musik und -Kunst AG. Alle Musikanten und Sänger erhielten zur Belohnung Urkunden. mmü