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Stimmkreis Traunstein: Wo welche Kandidaten wie abgeschnitten haben

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Die Wahlbeteiligung im Stimmkreis Traunstein lag bei 72,8 Prozent. Beim Auszählen der Stimmen hatten die Wahlhelfer einiges zu tun. (Foto: Albrecht)

Wo hat welche Partei oder welcher Kandidat besonders viele und wo besonders wenige Stimmen bekommen? Wo war die Wahlbeteiligung besonders hoch und wo auffallend niedrig? Wir geben einen Überblick:


Im gesamten Stimmkreis Traunstein war die Wahlbeteiligung heuer auffallend hoch. Immer wieder kam es an den Wahllokalen zu kurzen Wartezeiten, weil alle Wahlkabinen besetzt waren. Im gesamten Stimmkreis Traunstein lag die Beteiligung bei 72,8 Prozent (2013: 64 Prozent). 113.093 Wahlberechtigte waren aufgerufen gewesen, ihre Stimme abzugeben. 82.086 Menschen nutzten diese Möglichkeit.

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Am höchsten war die Wahlbeteiligung mit 80,85 Prozent in der Gemeinde Seeon-Seebruck, dicht gefolgt von den Gemeinden Chieming (80,58 Prozent) und Kienberg (80,02 Prozent). Am niedrigsten war die Wahlbeteiligung in der Stadt Traunreut. Von 14.276 Wahlberechtigten traten nur 8617 an die Wahlurnen, was einer Beteiligung von 60,36 Prozent entspricht. Nur etwas höher fällt die Wahlbeteiligung in der Stadt Trostberg mit 66,24 Prozent aus.

CSU – Klaus Steiner

Herbe Stimmenverluste musste Klaus Steiner (CSU) hinnehmen – auch in seiner Heimatgemeinde Übersee. Kam er 2013 noch auf 51,42 Prozent, so waren es dieses Mal nur noch 36,71 Prozent. Nicht viel besser sieht es für die CSU auch bei den Zweitstimmen in Übersee aus: Sie kam nurmehr auf 36,03 Prozent (2013: 56,86). Das stärkste Ergebnis erzielte Steiner in der Gemeinde Engelsberg mit 45,60 Prozent. Die CSU bekam dort 51,84 Prozent der Zweitstimmen.

SPD – Sepp Parzinger

Zufrieden sein dürfte Sepp Parzinger (SPD) mit dem Ergebnis in seiner Heimatgemeinde Bergen: Dort erhielt er 15,79 Prozent der Erststimmen. Ebenfalls ein zweistelliges Ergebnis bei den Erststimmen erhielt Parzinger in der Gemeinde Vachendorf (12,12 Prozent). Mit Abstand die wenigsten Stimmen bekam er in der Gemeinde Pittenhart mit lediglich 2,60 Prozent. Bei den Zweitstimmen blieb die SPD im gesamten Stimmkreis unter zehn Prozent. Die besten Ergebnisse fuhren die Genossen in Grassau (9,34 Prozent) und Vachendorf (9,70 Prozent) ein, am schlechtesten schnitten sie in Reit im Winkl (4,64 Prozent) und Pittenhart (2,26 Prozent) ab.

Freie Wähler – Dr. Lothar Seissinger

Dr. Lothar Seissinger (FW) holte in seiner Heimatgemeinde die meisten Erststimmen: 20,44 Prozent (2013: 24,84 Prozent). Das zweitbeste Ergebnis stammt aus der Gemeinde Altenmarkt mit 14,74 Prozent. Dort waren die Freien Wähler auch bei den Zweitstimmen mit 12,91 Prozent im Stimmkreis Traunstein am erfolgreichsten. Die wenigsten Zweitstimmen gab es mit 7,24 Prozent in Trostberg.

Grüne – Gisela Sengl

Ein überwältigender Abend war es für Gisela Sengl (Grüne). Im Vergleich zu 2013 mit 12,81 Prozent konnte sie ihr Ergebnis im Stimmkreis Traunstein deutlich steigern auf 19,26 Prozent. In ihrer Heimatgemeinde Nußdorf war sie mit 24,93 Prozent der Erststimmen schon äußerst stark, auch in Traunstein mit 24,64 Prozent. Ein noch besseres Ergebnis fuhr sie mit 25,54 Prozent in der Nachbargemeinde Chieming ein. Äußerst zufriedenstellende Ergebnisse fuhren die Grünen im gesamten Stimmkreis ein. Mit 9,63 Prozent der Zweitstimmen blieben sie nur in der Gemeinde Engelsberg unter zehn Prozent. Das stärkste Ergebnis stammt mit 23,53 Prozent aus der Großen Kreisstadt Traunstein.

FDP – Dr. Walter Buggisch

Ginge es nach den Wählern im Stimmkreis Traunstein wäre die FDP nicht in den Landtag eingezogen. Bei den Erststimmen holte Dr. Walter Buggisch aus Bergen nur 3,78 Prozent, die FDP bei den Zweitstimmen nur 3,55 Prozent. Die meisten Erststimmen bekam Buggisch in seiner Heimatgemeinde Bergen (6,46 Prozent), die wenigsten in Kienberg (2,48 Prozent).

Bayernpartei – Markus Schnupfner

Ihr Ergebnis etwas steigern konnte die Bayernpartei. 2013 erreichte sie bei den Erststimmen 5,14 Prozent – Markus Schnupfner aus Anning schaffte heuer 5,47 Prozent. Am stärksten war er in der Gemeinde Palling (9,55 Prozent). Die wenigsten Stimmen konnte er in der Gemeinde Ruhpolding (3,02 Prozent) auf sich verbuchen.

AfD – Markus Plenk

Erstmals bei der Landtagswahl angetreten ist im Stimmkreis Traunstein die AfD mit ihrem Kandidaten Markus Plenk aus Ruhpolding. Im Stimmkreis Traunstein kam er auf 9,48 Prozent der Erststimmen; bei den Zweitstimmen holte die AfD 8,62 Prozent. Am erfolgreichsten war Plenk in der Stadt Traunreut (12,51 Prozent) und in seiner Heimatgemeinde Ruhpolding (10,65 Prozent), die wenigsten Stimmen gab es für den Biobauern in der Gemeinde Surberg (7,16 Prozent).

Linke – Michael Reiter

Eher Randrollen spielten im Stimmkreis Traunstein Die Linke, die ÖDP, mut und die Tierschutzpartei. Michael Reiter (Die Linke) kam stimmkreisweit auf 2,82 Prozent der Erststimmen. Sein bestes Ergebnis fuhr der Freilassinger in der Großen Kreisstadt Traunstein (4,44 Prozent) ein. Nur 1,39 Prozent holte er hingegen in Vachendorf.

ÖDP – Sven Kriesche

Sven Kriesche (ÖDP) schaffte im Stimmkreis Traunstein 1,03 Prozent. Besonders stark war der Siegsdorfer mit 2,73 Prozent in Staudach-Egerndach. Nur 0,25 Prozent der Stimmen entfielen in Unterwössen auf ihn.

mut – Sabrina Teifel

Starke 2,84 Prozent holte Sabrina Teifel (mut) in ihrer Heimatgemeinde Reit im Winkl. Das ist deutlich mehr als im stimmkreisweiten Durchschnitt von 0,55 Prozent. Auch bei den Zweitstimmen erhielt die Partei mut in Reit im Winkl mit 0,88 Prozent die meisten Stimmen.

Tierschutzpartei – Manfred Reithmayer

Manfred Reithmayer von der Tierschutzpartei hatte vor allem die Wähler in Ruhpolding auf seiner Seite. 1,34 Prozent der Erststimmen holte er dort. Im Stimmkreis Traunstein fielen 1,00 Prozent der Stimmen auf ihn. jar