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Stichstraßenausbau am Traunring West frühzeitig abgeschlossen

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Die Freude über die neue Straße bei Johann Muckenschnabel ist zweigeteilt. Muckenschnabel, der erst seit drei Jahren am Traunring wohnt, freut sich zwar über die neue Straße, weniger aber über den damit verbundenen Erschließungsbeitrag. (Foto: Rasch)

Traunreut. Der Ausbau der Stichstraßen am Traunring West konnte frühzeitig abgeschlossen werden. Im Zuge der Baumaßnahme wurden in den acht Nebenstraßen auch der Kanal und die Wasserleitungen erneuert und Kabel verlegt.


Das Projekt war nicht nur für die Anlieger eine große Herausforderung, sondern auch für die Arbeiter, die sich auf sehr beengten Pfaden bewegen mussten. Der Bauraum war im Schnitt gerade mal vier Meter breit. »Es gab keine Möglichkeit irgendwie auszuweichen«, so Udo Albrich von der Stadtverwaltung gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt.

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Die neuen Kanal- und Wasserleitungen mussten auf der bestehenden Trasse verlegt werden. Erschwerend kam hinzu, dass der Boden dort zum Teil sehr lehmig ist, was einen erweiterten Bodenaustausch zur Folge hatte. Diese Mehrarbeiten hätten sich laut Albrich aber nur geringfügig auf die Gesamtkosten ausgewirkt, die sich nach den letzten Informationen bei 670 000 Euro bewegen. »Das war die sensibelste Baustelle, die ich je in Traunreut betreut habe«, so Albrecht.

Dass auch die Anlieger über die Baustelle nicht glücklich waren, könne er gut nachvollziehen. Aber im Endeffekt seien alle zufrieden. Wie Albrich weiter mitteilte, haben einige Anlieger die Baustelle auch genutzt, um ihre Vorplätze umzugestalten.

Nach Aussagen von Alfred Wildmann, der ebenfalls die Gelegenheit nutzte und den Vorplatz an seinem Haus neu gestalteten ließ, habe die in Trostberg niedergelassene Firma hervorragende Arbeit geleistet und auftretende Unannehmlichkeiten problemlos gemeistert. Wildmann, der die mit dem Straßenbauprojekt verbundene Straßenausbaubeitragssatzung zwar scharf kritisiert, lobte die Arbeiter in höchsten Tönen. »Hut ab vor der Truppe!« Auch Johann Muckenschnabel bestätigte die gute Zusammenarbeit mit der Baufirma. Die Arbeiter seien sehr zuvorkommend gewesen, sagte er. »Jetzt haben wir eine wunderschöne Straße.« Aber das Schlimmste stehe noch bevor. Damit meinte er die Erschließungskosten, die bezahlt werden müssen. Ursprünglich sollte mit dem Ausbau der Stichstraßen noch im vergangenen Jahr begonnen werden. Nachdem sich aber herausgestellt hatte, dass sich das Vorhaben deutlich aufwändiger und teurer gestalteten werde als zunächst angenommen, hatte sich der Stadtrat darauf verständigt, die Tiefbaumaßnahme auf das Frühjahr 2013 zu verschieben. Das Warten hat sich offenbar gelohnt. Laut Albrich konnten durch eine zeitige Ausschreibung gute Preise bei den Firmen erzielt werden.

Ein weiterer Grund, das Bauvorhaben zu verschieben lag darin, den Stichstraßen-Ausbau in die Gesamtbaumaßnahme des Traunring-West-Ausbaus mit einzubeziehen. Die Kosten des Stichstraßenausbaus werden nämlich in die bereits abgeschlossene Gesamtbaumaßnahme Traunring-West mit eingerechnet und dann zu 90 Prozent auf alle betroffenen Anlieger (Traunring West und Stichstraßen) umgelegt. Die Bescheide der fälligen Erschließungsbeiträge werden aber erst im nächsten Jahr rausgehen. Wann genau, darüber konnte Albrich keine Angaben machen. ga

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